HAPPACH-KASAN: FDP-Agrarkongress nimmt landwirtschaftliche Zukunft in den Blick
Anlässlich des Kongresses der FDP-Bundestagsfraktion „Zukunftschancen für die unternehmerische Landwirtschaft“ in Kiel erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:
Der unternehmerische Landwirt hat in Schleswig-Holstein gute Zukunftsaussichten. Das ist das Fazit des FDP-Agrarkongresses „Zukunftschancen für die unternehmerische Landwirtschaft“ in Kiel. Hochkarätige Referenten aus Wissenschaft und Praxis beleuchteten die Chancen der Landwirtschaft in Schleswig Holstein unter den besonderen Gesichtspunkten der Milcherzeugung und der Erzeugung von Bioenergie.
Prof. Dr. Peter Michael Schmitz von der Justus-Liebig-Universität Gießen forderte in seinem Vortrag „Nachhaltige Landwirtschaft in globaler Verantwortung“ eine nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft zur Produktionssteigerung. Er stellte anschaulich dar, dass die globalen Herausforderungen an die Landwirtschaft, qualitativ hochwertige Nahrungsmittel zu produzieren, weltweiten Hunger zu stillen und die Nachfrage an Agrarrohstoffe zu befriedigen, nur zu bewältigen sind, wenn:
- es faire Wettbewerbsbedingungen für die Landwirte am globalen Markt gibt,
- die moderne Landwirtschaft und Ernährungsindustrie nicht stigmatisiert werden, sondern die Gesellschaft offen gegenüber neuen Technologien ist,
- die europäische Agrarpolitik entbürokratisiert wird und es keine Vermischung von 1. und 2. Säule gibt, keine verordnete Flächenstilllegung, keine Degression und Kopplung, sondern das unternehmerische Können des Landwirts über den Betriebserfolg entscheidet,
- Intensivlandwirtschaft und Ökolandbau standortangepasst betrieben werden und eine nachhaltige Produktionssteigerung gelingt,
- in Entwicklungsländern gute Regierungsführung unterstützt wird, Hilfen bei der Bildung und Ausbildung gegeben werden und ein Technologietransfer von entwickelten Ländern in diese Länder organisiert wird.
Johannes Thomsen, Berater für Rinderhaltung in der Landwirtschaftskammer, ging auf die besondere Bedeutung der Rinderhaltung in Schleswig-Holstein ein, die 45% der Wertschöpfung der Landwirtschaft in S-H erbringt. Betriebe mit gutem Management konnten in den letzten Jahren wachsen, während ineffiziente Betriebe aufgeben mussten.
