Schleswig-Holstein

Montag, 28. Juni 2010
"Niemand am Wegesrand zurücklassen" - Happach-Kasan wirbt in Geesthacht für zusätzliche Ausbildungsplätze

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan hat auf Einladung der IHK Lübeck für neue Ausbildungsplätze im Wahlkreis geworben und in diesem Zusammenhang zwei Unternehmen in Geesthacht besucht, die aktuell nicht ausbilden, dieses aber könnten. Begleitet wurde Sie von Klaus-Dieter Schmidt von der IHK zu Lübeck und Inge Born-Naus von der FDP Geesthacht. Ihr Fazit: Ausbildung ist wichtig für die ausreichende Versorgung mit Fachkräften und ein wichtiger Faktor bei der Integration von Jugendlichen mit nicht-deutschem Familienumfeld. Oft bedürfe es nur eines kleinen Anstoßes, um neue Ausbildungsplätze zu schaffen. Klaus-Dieter Schmidt betonte, zwar gäbe es rechnerisch genügend Ausbildungsplätze in der Region, aber man müsse sich ständig weiter bemühen, damit Jugendliche eine Auswahl hätten und eine ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechende Ausbildung finden könnten. Die Firma CTS Glasfasertechnik ist ein Beispiel für innovative Technik mit globalem Hintergrund. Mit dreißig Mitarbeitern ist es ein typisches mittelständisches Unternehmen und bildet mit vielen anderen seiner Art das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Die Produktidee des Unternehmens: Wo bisher schwere Metallroste zum Einsatz kamen, fertigt man leichte Alternativen aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Neben der Haltbarkeit betont das Unternehmen die gute Umweltbilanz ihrer Produkte. Diese werden in Kläranlagen ebenso eingesetzt wie im ÖPNV. Das Glasfaser-Grundmaterial stammt aus China, das Know-How ist „Made in Germany”. Auf Fachkräfte ist man angewiesen. Deshalb will man zukünftig  Verfahrensmechaniker für Kunststoff-und Kautschuktechnik ausbilden. Happach-Kasan betonte in diesem Zusammenhang die Verantwortung von Unternehmen, vor dem Hintergrund des demographischen Wandels jetzt die Menschen auszubilden, die man in Zukunft brauche. Das Thema Integration nahm einen wichtigen Platz beim Gespräch mit dem Inhaber von Kfz Handel & Autoservice Badem, Herrn Sedat Badem, ein. Der türkischstämmige Kaufmann hat sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche mit türkischem Familienumfeld in Schule und Ausbildung zu unterstützen. Er berichtete von seinen guten Erfahrungen mit Praktikanten, darunter auch solchen mit türkischen Eltern. „Da waren richtig Gute dabei, die eine Chance verdient haben. Ich würde mich freuen, wenn es mit der Ausbildung klappen würde. Damit bekommen diese Jugendlichen mehr Chancen im Leben”. Kritik übte er an der Abwrackprämie, die fast das Ende seines Betriebes bedeutet hätte. Happach-Kasan mahnte, die Belange gerade kleinerer und mittlerer Unternehmen mindestens genauso im Auge zu behalten wie das Schicksal großer Konzerne: „Die Abwrackprämie mag Autokonzernen geholfen haben, aber zahlreiche Werkstätten und Unternehmen wie das von Herr Baden haben schwer darunter gelitten.” Happach-Kasan  erfuhr von unnötigen Stolpersteinen, die Menschen mit Migrationshintergrund in den Weg gelegt würden: „Ich halte viel davon, dass Ausländer Deutsch lernen. Wenn aber jemand auf einer deutschen Schule seinen Abschluss geschafft hat, dann ist es bürokratischer Unfug, vor einer Einbürgerung einen Sprachtest von ihm zu verlangen – den hat er längst bestanden!”, so die Abgeordnete aus Bäk.

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