NaWaRo / Wald

Donnerstag, 2. Dezember 2004
Dem Beispiel der Schweiz folgen: Forschungsmöglichkeiten mit embryonalen Stammzellen verbessern

In der von der FDP beantragten Aktuellen Stunde zum Ergebnis des Referendums in der Schweiz zur Forschung an embryonalen Stammzellen sagte die Schleswig-Holsteinische Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan:



In der Schweiz haben zwei Drittel der am Referendum Teilnehmenden sich für die Zulassung der Forschung an embryonalen Stammzellen ausgesprochen. Für diese Forschung sollen Zellen genutzt werden, die von verwaisten Embryonen stammen. Das Gesetz der Schweiz ermöglicht der Forschung damit eine hochqualifizierte Grundlagenforschung. Die Grundlagenforschung ist Basis und Fundament aller angewandter Forschung. Wissenschaftler hoffen darauf, mit der Stammzellforschung Heilungschancen für bisher unheilbare degenerative Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer entwickeln zu können. Dadurch könnte viele Not gelindert werden. Für die FDP war das in der Schweiz durchgeführte Referendum Anstoß, die Diskussion über die Stammzellforschung in Deutschland neu zu eröffnen. Das deutsche Stammzellgesetz ermöglicht die Forschung mit embryonalen Stammzellen nur für Zelllinien, die vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass diese Regelung sehr unbefriedigend ist, weil die Qualität dieser älteren Zelllinien nicht an die der neuen heranreicht. Die FDP setzt sich dafür ein, dass dieser Stichtag fällt oder durch einen späteren ersetzt wird. Die vorgebrachten ethischen Bedenken, dass es dadurch zu einem ungezügelten Verbrauch von Embryonen kommen werde, hält die schleswig-holsteinische Abgeordnete, Dr. Christel Happach-Kasan, für unbegründet. 'Der Umgang der Wissenschaftler mit dem Embryonenschutzgesetz hat gezeigt, dass sie den gesetzlichen Rahmen sehr sorgfältig beachten. Dies rechtfertige es, ihnen Vertrauen entgegen zu bringen und ihnen einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, der einen möglichst guten Erfolg ihrer Forschungsanstrengungen ermöglicht. Dafür muss die Stichtagsregelung fallen, denn sie verpflichtet die Wissenschaftler zur Verwendung von veraltetem Ausgangsmaterial.'

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