Ernährung

Mittwoch, 16. Juni 2010
HAPPACH-KASAN: Nährwertampel zu recht durchgefallen

BERLIN. Zu der heutigen Ablehnung der sogenannten Nährwertampel im Europaparlament erklärt die ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

Die Nährwertampel hat heute im Parlament zu recht keine Mehrheit gefunden. Sie verwirrt und ist kein Ersatz für eine sachgerechte Nährwertinformation. Für verschiedene Inhaltsstoffe war jeweils eine eigene Ampel geplant. Bei Matjes-Filet beispielsweise wären zwei rote und zwei grüne Punkte auf der Verpackung zu sehen gewesen. Das ist kein eindeutiges Signal und würde im Straßenverkehr zu Chaos führen. Auch bei der Ernährung braucht so etwas niemand.

Es gibt keine wissenschaftliche Untersuchung, die gesundheitliche Vorteile durch Einführung der Nährwertampel aufzeigt. Deshalb hat sich auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gegen eine solche Kennzeichnung ausgesprochen. Egal, wie die Grenzwerte für die Ampelfarben gewählt werden, es ist unmöglich, eine für jede individuelle Lebensführung passende Bewertung vorzunehmen. Deshalb ist es richtig, auf eine solche Bewertung durch Farben zu verzichten.

Insgesamt verdeckt die Diskussion über die Nährwertkennzeichnung, dass Übergewicht nicht allein durch die Umstellung der Ernährung aufgefangen werden kann, sondern seine Ursache auch im Mangel an Bewegung hat. Zu wenig Bewegung und zu wenig Abwechslung bei den Mahlzeiten sind Ursache für viele Wohlstandskrankheiten, zum Beispiel Diabetes Typ 2.

 

 

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