NaWaRo / Wald | Reden

Donnerstag, 10. Juni 2010
Rede zur Beratung des Antrags von FDP, CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen „Konsequenten Walschutz fortsetzen und verbessern”

Wir sollten uns bei der Beratung eines solchen Antrags natürlich auch darüber im Klaren sein, dass Walfang nur ein Bedrohungsfaktor für Wale ist und es viele weitere Bedrohungsfaktoren für Wale gibt. Da müssen wir ansetzen. Ich denke daran, dass nach wie vor rund 300 000 Kleinwale und Delfine in Stellnetzen und Treibnetzen verenden. Das ist ein grausamer Tod. Da können wir nicht stehen bleiben. Wir müssen daran denken, dass Flussdelfine durch die starke Verschmutzung von Flüssen nach wie vor bedroht sind, weil ihre Lebensräume zerstört werden. Auch da dürfen wir nicht stehen bleiben. Wir müssen außerdem feststellen, dass der zunehmende Unterwasserlärm dazu führt, dass es für viele Wale fast unmöglich ist, Futter zu finden, und dass sie sich nicht richtig orientieren können. Auch das ist ein Thema, das wir angehen müssen. Wir sollten ferner daran denken, dass starker Schiffsverkehr dazu führt, dass Wale häufiger Kollisionen mit Schiffen erleiden. Nordkaper ist zum Beispiel eine Walart, die stark gefährdet ist und bei Kollisionen immer wieder Opfer ist. ‑ All das müssen wir in Angriff nehmen; denn wir sind uns einig: Wir wollen die Wale, die großen Meeressäuger, schützen und ihren Bestand erhalten. Wir wollen dafür sorgen, dass die seltenen Arten wieder häufiger vorkommen. Wir wollen die Bedrohung für diese Arten mildern. Wenn wir uns darin einig sind, dann sollten wir nicht dabei stehen bleiben, ein Fangverbot aufzulegen, sondern wir sollten auch an den anderen, die Wale beeinträchtigenden Tatsachen arbeiten und auch diesbezüglich Abhilfe schaffen.

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