Schleswig-Holstein

Donnerstag, 27. Mai 2010
Besuch von Dr. Christel Happach-Kasan im Amt Büchen

 Die Zukunft der Internet-Breitbandversorgung im ländlichen Raum und die Situation des Bahnhofs Büchen standen im Mittelpunkt eines Informationsgespräches, das Dr. Christel Happach-Kasan (FDP) mit  Amtsvorsteher Martin Voss und Bürgermeister Uwe Möller im Bürgerhaus Büchen führte. „Die Breitbandinternet-Versorgung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Ansiedlung und Fortentwicklung moderner Dienstleistungen im ländlichen Raum und wird deshalb von der Bundesregierung vorangetrieben. Auch im Kreis Herzogtum Lauenburg bestehen noch erhebliche Lücken, wie der aktuelle Breitbandatlas der Bundesregierung zeigt. Breitband-Internetzugänge könnten das gesamtwirtschaftliche Wachstum um bis zu 46 Milliarden Euro erhöhen. Eine gemeinsame Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, der Initiative D21 und des Branchenverbands Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) zeigt, dass über 250.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden könnten,” so Happach-Kasan.  Das Amt Büchen steht mit verschiedenen Investoren in Verhandlung, um eine der Lücken der Breitbandversorgung in unserem Kreis zu schließen, wie Happach-Kasan erfuhr. Bürgermeister Uwe Möller rechnet damit, dass im Sommer eine Entscheidung für einen Investor fallen könnte, so dass bis etwa 2014 die neuen schnellen Zugänge über ein Glasfasernetz zur Verfügung stehen. Dabei seien die bereit stehenden EU-Fördermittel leider wenig hilfreich, da die damit verbundenen Auflagen das Gesamtkonzept gefährden würden. Das für das Amt angestrebte Glasfasernetz erfordere sorgfältige Planung. Möller: „Beim Kupfernetz konnte man zur Not etwas umklemmen oder löten, wenn es Änderungsbedarf gibt. Diese Flexibilität gibt es bei der Glasfaser nicht, es muss deshalb besonders sorgfältig geplant werden, z.B. Baulücken und mögliche zukünftige Nutzungen müssen schon vorab berücksichtigt werden.” „In der Praxis zeigt sich, dass manches vor Ort anders aussieht, als es am grünen Tisch geplant wurde”, begründete Happach-Kasan die Notwendigkeit ständiger Rückkoppelung im Wahlkreis. Die vielfach vorgeschlagenen Funklösungen sind beispielsweise keine echte Alternative zum Glasfaserkabel. Das Projekt des Amtes Büchen sei wichtig und ambitioniert. „Ich wünsche allen Beteiligten Erfolg, wenn es darum geht, genügend Haushalte und Betriebe zu finden, die die neuen Angebote nutzen. Denn nur dann werden die Investoren ihre Angebote auch umsetzen.” Kein Besuch in Büchen, bei dem sich das Gespräch nicht um den Bahnhof dreht. Immer wieder wenden sich Bürger aus der Region oder Reisende an die Bundestagsabgeordnete, um ihrem Herzen Luft zu machen angesichts der bekannten baulichen Mängel und Defizite. Die jahrelangen zähen Verhandlungen würden nun langsam zu Ergebnissen führen, zum Jahresende rechne man mit dem Abriss des alten Bahnhofes, informierte Uwe Möller. Darauf folgten die notwendigen Höhenanpassungen der Bahnsteige sowie die Errichtung von Fahrstühlen,  Kiosk und Toilettenanlage auf der Bahnhofsinsel. Kurzfristig sei für den P&R-Bereich keine Lösung in Sicht ist. Die Errichtung von etwa 300 Parkplätzen wird für die Gemeinde sehr teuer, nicht nur, weil umfangreiche Entwässerungen angelegt werden müssen. Büchen muss zunächst Flächen von der Bahn erwerben, was sich immer noch als schwierig erweist. Happach-Kasan: „Ich halte es nach wie vor für schwer vermittelbar, dass ein Friseur für fehlende Parkplätze vor dem Laden zahlen muss, die Bahn AG dagegen für ihre Kunden keine Parkplätze vorhalten muss. Ich werde mich deshalb an den Bundesverkehrsminister wenden. Die Gemeinde wird durch diese Maßnahme erheblich finanziell belastet, obwohl die Parkplätze letztlich für die Bahn-Kunden gedacht sind”. Nicht vom Tisch ist für die Bundestagsabgeordnete aus Bäk die Forderung, zusätzliche ICE-Halte in Büchen zu realisieren, um so die „Anbindung von rund 200.000 Menschen im Kreis und darüber hinaus” an den Fernverkehr zu ermöglichen. „In Wittenberge und Ludwigslust zu halten und am Kreuz Büchen durchzufahren, ist rational nicht zu begründen”, so Happach-Kasan.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema