Ernährung

Freitag, 19. Februar 2010
HAPPACH-KASAN: FDP fordert umgehende und lückenlose Aufklärung der Listerien-Infektionen

BERLIN. Anlässlich der Todesfälle durch Listerien-Infektionen nach dem Verzehr von Käse erklärt die agrar- und ernährungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

 

Die FDP-Bundestagsfraktion fordert eine umgehende und lückenlose Aufklärung der Ursachen, die zum Tode von Menschen nach dem Verzehr von Käse geführt haben, der die lebensgefährlichen Bakterien (Listerien) enthielt. Hier haben die betroffenen Unternehmen eine Bringschuld. Für die Politik ist die Organisation von Verbraucherinformationen eine der Stellschrauben, mit der für mehr Sicherheit gesorgt werden kann. Deshalb überprüfen wir das Verbraucherinformationsgesetz und werden in Kürze eine Bewertung mit möglichen Verbesserungsvorschlägen vorlegen.

 

Experten des Robert-Koch-Institutes und der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit haben bestätigt, dass die Todesfälle in Österreich und Deutschland auf ein und denselben Bakterienstamm zurückzuführen sind, also aller Wahrscheinlichkeit nach dieselbe Infektionsquelle vorliegt. Am 22. Januar informierten Deutschland und Österreich bereits im Schnellwarnsystem der Europäischen Union über die Gefahr. Dennoch gab es keine eindeutigen Warnungen vor dem Verzehr der entsprechenden Käsesorten. Es gilt nun zu prüfen, wie dem Verbraucherschutz höhere Rechnung getragen werden kann.

 

Die christlich-liberale Koalition misst dem Verbraucherschutz einen sehr hohen Stellenwert bei. Der Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor solchen lebensbedrohlichen Gefahren hat eine hohe Priorität. Die Unternehmen haben eine besondere Verantwortung, wenn z. B. durch solche Bakterien an und in Lebensmitteln das Leben von Menschen auf dem Spiel steht. Die Verbrauchersicherheit muss eindeutig Vorrang vor anderen wie auch immer gearteten Unternehmensinteressen haben.

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