NaWaRo / Wald

Freitag, 17. Dezember 2004
Die Charta für Holz braucht bessere Rahmenbedingungen

BERLIN. Zum Antrag der FDP-Bundestagsfraktion 'Bessere Rahmenbedingungen für die Charta für Holz' erklärt die forstpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel HAPPACH-KASAN:



Das Cluster Holz und Forst gibt einer Million Menschen in Deutschland Arbeit. In der Bundeswaldinventur wurde festgestellt, dass nur 60 Prozent des jährlichen Zuwachses unserer Wälder genutzt werden. Die von der Natur vorgegebenen Möglichkeiten für eine verstärkte gleichwohl nachhaltige Holznutzung sind gut. Doch gerade im Privatwald werden die Nutzungspotentiale nicht ausgeschöpft. Eine Ursache liegt in den im Vergleich zu den erzielten Verkaufserlösen hohen Bereitstellungskosten für Holz. Der europaweite Vergleich der Investitionsbedingungen in der Nutzholzwirtschaft gibt Deutschland mangelhafte Noten in den Bereichen Bürokratie, Unternehmerfreiheit und Reglementierungen. Dazu gehören insbesondere die Reglementierungen im Transportbereich, die durch nichts begründet sind. Die FDP-Bundestagsfraktion hat in ihrem Waldantrag konkrete Vorschläge unterbreitet, wie durch Abbau von Regulierungen die Holznutzung intensiviert werden könnte. Es reicht nicht aus, dass die Regierung farbige Broschüren produziert. Sie muss die konkreten Hemmnisse beseitigen, die einer stärkeren Nutzung von Holz entgegenstehen. Wenn die Betriebe keine Rahmenbedingungen erhalten, die ihre Stellung im Wettbewerb stärken, wird die Charta für Holz ein Flop werden. Daran kann niemand ein Interesse haben. Weiterhin sollte nach Auffassung der FDP bei der Ausbildung von Architekten die Verwendung des Werkstoffs Holz größere Beachtung finden. Der internationale Vergleich zeigt, dass hier erhebliche Nutzungspotentiale liegen. Die FDP will die Waldzustandserfassung umstellen auf eine Bewertung der Böden.

An den herkömmlichen Waldzustandsberichten wird von Fachleuten massive Kritik geübt. Bereits 1996 hat ein Gutachten des Bundesforschungsministeriums die Abschaffung des Verfahrens wegen Unbrauchbarkeit gefordert. Der Wald braucht sachkundige Fürsorge und

der kommunale und private Waldbesitz faire Rahmenbedingungen. Die von rot-grün vorgenommene ideologische Vereinnahmung hilft Natur und

Wirtschaft nicht.

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