NaWaRo / Wald

Montag, 10. Januar 2005
Heimliche Vaterschaftstests

Ministerin Brigitte Zypries will Männer bestrafen, die mit einem heimlichen Vaterschaftstest überprüfen wollen, ob ein Kind ihr eigenes ist und Ministerin Lütkes hat Zustimmung signalisiert. Die FDP lehnt dies ab. Es besteht kein Bedarf für ein solches Gesetz. Wessen Rechte soll es schützen? Die Grünen begründen dies mit der Behauptung, heimliche Vaterschaftstests richteten sich gegen die Interessen von Frauen und Kindern. Das ist nicht richtig. Kinder wollen wissen, wer ihre Eltern sind. Deswegen werden z. B. vielfach sogenannte 'offene Adoptionen' empfohlen. Und Mütter wollen auch wissen, wer der Vater ihres Kindes ist. Dies begründet, dass 40% der in Auftrag gegebenen Vaterschaftstests von Frauen in Auftrag gegeben wurden. Aber auch Männer wollen wissen, ob sie wirklich der Vater eines Kindes sind, das ihnen als ihres bezeichnet wurde und für das sie möglicherweise zahlen. Natürlich widersprechen heimliche Vaterschaftstests dem Idealbild der heilen Familie. Doch die Androhung der Bestrafung von Menschen, Frauen und Männern, die sich mit solchen Tests Sicherheit über die Herkunft von Kindern verschaffen wollen, schafft kein gegenseitiges Vertrauen. Das von Ministerin Zypries vorgeschlagene Gesetz zum Verbot von Vaterschaftstests soll davon ablenken, dass rot-grün es bis jetzt versäumt hat, das Unterhaltsrecht so zu reformieren, dass die Betroffenen wissen, was sie zu erwarten haben.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema