Schleswig-Holstein

Dienstag, 15. September 2009
Die Trittauer Tafel lud ein

Rund 800 Tafeln unterstützen Bedürftige in Deutschland mit Lebensmitteln, u.a. in Lauenburg, Schwarzenbek, Mölln und Ratzeburg.

Die „Trittauer Tafel e.V.“ hat die FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan zu einem Informationsgespräch eingeladen. Sie arbeitet u.a. mit der Tafel in Schwarzenbek eng zusammen. Die Vorsitzende, Brigitte Muche, und zahlreiche ehrenamtliche Helfer berichteten über ihre Arbeit. In Deutschland werden täglich viele Tonnen Lebensmittel vernichtet, obwohl sie noch verzehrfähig sind. Gleichzeitig gibt es auch hierzulande Millionen Menschen, die gute Lebensmittel dringend benötigen.
.
Die Tafeln schaffen eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel: Sie sammeln qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden, und verteilen diese an Menschen, die Unterstützung brauchen – kostenlos oder zu einem symbolischen Betrag.

Die Trittauer Tafel wird dabei, wie die rund 800 anderen Tafeln in Deutschland, von zahlreichen Unternehmen mit Lebensmittelspenden oder in anderer Form unterstützt. Die gesamte Arbeit wird ehrenamtlich geleistet. Bundesweit engagieren sich etwa 40.000 Menschen  in den örtlichen Tafeln. Happach-Kasan ließ sich die Erfahrungen der Tafel schildern. Dabei wurde ein gesellschaftliches Problem deutlich, in dessen Folge manche Lebensmittelspende für den Empfänger nur von begrenztem Wert ist: „So mancher kann frische Lebensmittel nicht verarbeiten, weil er nicht kochen gelernt hat“, erfuhr Happach-Kasan.

Die Bundestagsabgeordnete dankte den Beteiligten für ihren Einsatz. „Tafeln sind gelebte gesellschaftliche Verantwortung. Die Zuwendung, die Betroffene sowohl von den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, als auch von den Spendern in den Unternehmen erhalten, ist beispielhaft und eine Bürgerinitiative im besten Sinne. Darüber hinaus ist es ethisch allemal besser, Lebensmittel an Bedürftige auszureichen, als in Biogasanlagen zu entsorgen.“

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema