Schleswig-Holstein

Montag, 7. September 2009
Happach-Kasan besucht Bundespolizei Ratzeburg

Happach-Kasan besucht Bundespolizei Ratzeburg

Die lauenburgische FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan besuchte in der vergangenen Woche gemeinsam mit der FDP-Fraktion in der Ratzeburger Stadtverordnetenversammlung, Willi Techlin und Thomas Kuehn, den Standort Ratzeburg der Bundespolizei und ließ sich von Polizeidirektor Riß über die Arbeit am Standort und zukünftige Herausforderungen unterrichten.

700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 16 Auszubildende arbeiten am Ratzeburger Standort. Mit fünf Hundertschaften ist Ratzeburg die drittgrößte Abteilung der Bundespolizei. Polizeidirektor Erhard Riß, Leiter der Bundespolizei in Ratzeburg, stellte heraus, dass die Bundespolizei am Standort keine Nachwuchssorgen hat. Er hielt eine Erhöhung des Frauenanteils für sinnvoll. Derzeit sind dort 63 Polizistinnen im Dienst.

Der Standort ist ein bedeutender Arbeitgeber in Ratzeburg und hat eine herausragende Bedeutung für die Wirtschaft in Ratzeburg. Im Rahmen des Konjunkturprogramms wird das Gebäude, in dem vor dem Umzug auf den Röpersberg das Kreiskrankenhaus untergebracht war und das seit 1968 nicht renoviert worden ist, saniert werden. Der schlechte bauliche Zustand des Gebäudes schränkt die Nutzbarkeit ein.

Durch die letzte Reform habe sich der Informationsaustausch zwischen den Verbänden intensiviert, die Einsatzauslastung sei besser geworden, so Polizeidirektor Erhard Riss. Überlegungen aus dem politischen Raum, die Bundeswehr auch im Inneren einzusetzen, erteilten die Liberalen eine Absage. Eine starke und gut ausgebildete Bundespolizei sei in der Lage die innere Sicherheit gemeinsam mit der Landespolizei zu gewährleisten. Die Bundeswehr hat andere Aufgaben als die Bundespolizei und eine andere Ausrüstung. Die Ausbildung der Soldaten ist nicht auf polizeiliche Aufgaben ausgerichtet sondern auf den Verteidigungsfall und inzwischen auch auf die Durchführung von Auslandseinsätzen. E ist wenig glaubwürdig den Wert einer guten Ausbildung herauszustellen und gleichzeitig den ausbildungsfremden Einsatz zu fordern. 

Für die FDP-Abgeordneten ist dagegen vorstellbar und sinnvoll, dass die Bundespolizei zukünftig auch als Autobahnpolizei tätig wird. Der Ratzeburger Standort, zentral zwischen A 20 im Norden, A 1 und A 21 im Westen und A 24 im Süden gelegen, sei dafür ideal.

Thomas Kuehn, Mitglied im Arbeitskreises Aqua Siva der Stadt, interessierte sich besonders für das Lehrschwimmbecken der Bundespolizei. Die Besichtigung zeigte deutlich, dass dort der Schwimmunterricht für die Ratzeburger Schulen nicht organisiert werden kann. Das Schwimmbecken kann nur in den Sommermonaten genutzt werden. Im Winter fährt die Bundespolizei für die Tauch- und Schwimmausbildung nach Lübeck. Ein für die Bundespolizei nutzbares Schwimmbad in Ratzeburg würde die für die Bundespolizei aufwändigen Fahrten nach Lübeck überflüssig machen. Ein Kostenzuschuss des Bundesinnenministers könnte für die notwendige Sanierung des Aqua Siva eine Chance bedeuten. Happach-Kasan sicherte zu, dass Sie sich dafür gegenüber dem Bundesinnenminister einsetzen werde.

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