Fischerei

Donnerstag, 23. Juli 2009
HAPPACH-KASAN: Zum Schutz der Fischbestände muss der illegale Fischfang wirksam bekämpft werden – punktuelle Maßnahmen reichen nicht

BERLIN. Zur Forderung von Umweltminister Gabriel den Blauflossen-Thunfisch in das Washingtoner Artenschutzabkommen aufzunehmen erklärt die fischereipolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

Der

Blauflossenthunfisch auch Roter Thun genannt wird insbesondere durch den illegalen Fischfang in seinem Bestand bedroht. Die Forderung, ihn ins Washingtoner Artenschutzabkommen aufzunehmen, ist ein richtiger Schritt. Seine Wirkung ist jedoch nur begrenzt, denn der illegale Fischfang lässt sich dadurch nur wenig beeindrucken. Der Rote Thun wird insbesondere in Japan gegessen. Der Einsatz des Umweltministers für den Fischschutz wäre glaubwürdiger, wenn der Minister sich verstärkt für den Schutz der Fischarten einsetzen würde, die auch auf dem deutschen Markt gehandelt werden. Insbesondere der Dornhai, dessen geräucherte Bauchlappen als so genannte Schillerlocken beliebt sind, ist durch den illegalen Fischfang bedroht. Auch er ist noch nicht ins Washingtoner Artenschutzabkommen aufgenommen worden. Aber es gibt derzeit vielversprechende Bestrebungen, den Dornhai als erste Haiart durch den Marine Stewardship Council (MSC) zertifizieren zu lassen. Nach jetziger Planung, wird diese MSC-Zertifizierung bereits Ende 2009 ihren Abschluss gefunden haben. Wir befürworten den privatwirtschaftlichen Weg einer Zertifizierung durch den MSC, weil dadurch die nachhaltige Bewirtschaftung von Dornhaibeständen gesichert wird. Insgesamt bleibt die mehrfach wiederholte Forderung der FDP, den illegalen Fischfang wirksam zu bekämpfen. Er bedroht die Fischbestände und schädigt die legal fangenden Fischer.

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