Fischerei

Mittwoch, 3. Juni 2009
Eröffnung des Wirtschafts- und Wissenschaftsparks der Gesellschaft für marine Aquakultur (GMA) in Büsum

 

In ihrem Grußwort zur Eröffnung des Wirtschafts- und Wissenschaftsparks der Gesellschaft für marine Aquakultur (GMA) in Büsum sagte die FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan am Mittwoch:

„Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft ist von zentraler Bedeutung, wenn es gilt, gute Ideen schnell zur Marktreife zu bringen. Der heute eröffnete Wissenschaftspark stärkt den maritimen Wirtschaftssektor in Schleswig-Holstein. Schleswig-Holstein als Land zwischen den Meeren ist ein hervorragender Standort für marine Forschung. Deutschland hat einen erheblichen Nachholbedarf in der Aquakulturforschung und deswegen ist der Bund gefordert. Dieser Wissenschaftspark ist ein dringend notwendiger Anstoß, Versäumnisse aufzuholen und Anschluss an internationale Entwicklungen zu finden. Der maritime Wirtschaftssektor hat in Schleswig-Holstein ein Volumen von über 5 Milliarden Euro und bietet rund 50.000 Menschen Arbeit. Es lohnt, diesen Sektor durch Forschung zu unterstützen.“

„Die hier in Zukunft zu erforschenden und entwickelnden Verfahren und Produkte leisten wichtige Beiträge zu Zukunftsfragen der Menschheit und finden in einem sehr dynamischen Umfeld statt – und vor dem Hintergrund weltweiten Wettbewerbs. Proteingewinnung aus dem Meer, Aquakultur zur Bekämpfung der Überfischung der Weltmeere, CO2-Bindung mit Hilfe von Algen, pharmazeutische Nutzung von Sekundärstoffen von Algen sind Themen internationaler mariner Forschung. Obwohl das Meer 70% unseres Planeten bedeckt, wissen wir darüber weniger, als über die meisten anderen terrestrischen Lebensräume.

Als Mitglied der Ostseeparlamentarierkonferenz sind mir die Probleme der Überfischung der Meere sehr bewusst. Vor Somalia ist daraus eine Frage von Krieg und Frieden geworden, denn die Piraten vor Somalia waren eigentlich Fischer, bevor ihnen durch Raubbau die Lebensgrundlage genommen wurde. Wenn Aquakultur es möglich macht, den Nutzungsdruck auf unsere Meere zu mildern, ist das ein herausragender Zukunfts-Beitrag. Dies bedeutet gleichzeitig, dass das Regelwerk für Aquakulturen an Land den Erfordernissen angepasst und von bürokratischen Regelungen entlastet wird.

Die heute eröffnete Einrichtung steht im globalen Wettbewerb mit renommierten Forschungseinrichtungen in aller Welt. Sie hat die volle Unterstützung der Politik nicht nur verdient – sie braucht sie auch, um bestehen zu können. Ich setze mich für ein freiheitliches Forschungsklima ein und für unbürokratische Rahmenbedingungen, die Voraussetzung für eine kreative Forschung sind. Erneut zeigt sich, dass nicht die Welt vor Technik geschützt werden will, sondern mit Ihrer Hilfe Natur und Umwelt schützen kann“.

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