Grüne Gentechnik

Mittwoch, 25. März 2009
HAPPACH-KASAN: Millionen Landwirte irren nicht

 

BERLIN. Zu den aktuellen Berichten über die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Gen-Futtermais für Kühe erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

 

Die Ergebnisse überraschen nicht, aber angesichts des Hexentreibens gegen die biotechnologische Züchtung ist es gut, dass bayrische Wissenschaftler in einem über 25 Monate dauernden Fütterungsversuch festgestellt haben, dass die Fütterung von Kühen mit Bt-Mais Fortpflanzungsfähigkeit und Milchleistung der Tiere nicht beeinträchtigt, die Milch sich nicht von der mit herkömmlichem Mais gefütterter Tiere unterscheidet. Zuvor war in Bayern bereits nachgewiesen worden, dass der Anbau von Bt-Mais naturverträglicher ist als die Bekämpfung des Maiszünslers durch chemische Pflanzenschutzmittel. Die FDP-Bundestagsfraktion wird gleichwohl die Untersuchung sorgfältig prüfen, so wie wir den Mehrgenerationenversuch aus Österreich sorgfältig geprüft haben, der sich dann allerdings als nicht aussagekräftig erwiesen hat.

 

Angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Bayern ist es absurd, dass ausgerechnet die bayrische CSU nunmehr gegen jegliche wissenschaftliche Erkenntnis die Gentechnik ablehnt. Die populistischen Anwandlungen sind angstgetrieben, weitere Stimmen zu verlieren. Sie richten sich gegen Rechtsstaatlichkeit und die Entscheidungsfreiheit der Landwirte.

 

Von Jahr zu Jahr steigt weltweit und auch in Europa die Zahl der Landwirte, die sich dafür entscheiden, Bt-Mais anzubauen. Wesentliche Argumente sind in den Regionen mit hohem Schadinsektenbefall zu finden sowie die bessere Futterqualität, weil so Sekundärinfektionen durch Schimmelpilze vermieden werden, die zu einer höheren Belastung mit extrem toxischen Pilzgiften führen. Amerikanische Landwirte bemessen den Gewinnvorteil beim Anbau von gv-Soja mit über 40 Dollar pro Hektar. In Zeiten fallender Milchpreise ist dies ein starkes Argument.

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