Schleswig-Holstein

Sonntag, 8. März 2009
Leserbrief an den Ratzeburger Markt

 

Sehr geehrte Frau Mrowitzky,

Sie haben Recht, die von der Kreissparkasse installierte Kamera, die uns ein aktuelles Bild unseres Markplatzes bietet, ist eine gute Sache (www.sparkassen-cam.de). Gerade in der Vorweihnachtszeit bot unser Marktplatz mit seinem prächtigen Weihnachtsbaum einen herrlichen Anblick. Aber auch jetzt freue ich mich über den freien Blick auf das alte Kreishaus und die alte Wache, auf den freien Blick zum Dom und zur Petrikirche, ohne von Parkplatzsuchern umgefahren zu werden. Wenn im Frühjahr der Brunnen sprudelt, Blumenkästen aufgestellt sind und die Sonne zum Ruhen auf den Sitzbänken einlädt, werden Ratzeburger und Gäste den Platz als Freiraum genießen.

Doch so gut die Kamera geeignet ist, eine Momentaufnahme der aktuellen Situation zu zeigen, so wenig eignet sie sich, die Gesamtbelastung Ratzeburgs durch den LKW-Verkehr zu beurteilen. Dies kann nur eine qualifizierte Verkehrszählung leisten. Der gemeinsam von Ratzeburg, Mölln und Schmilau gefasste Beschluss zum Bau einer Umgehung dient nicht nur der Entlastung Ratzeburgs sondern genauso der von Mölln und Schmilau. Der vom Süden über die B 207 kommende Verkehr mit Ziel Gadebusch, Schwerin, Wismar oder Rostock soll über die Umgehung an Mölln, Schmilau und Ratzeburg vorbeigeführt werden. Das bringt für alle drei Orte eine erhebliche Entlastung vom LKW-Verkehr. Unsere schöne Ratzeburger Insel gewinnt dadurch an Attraktivität. Als Fremdenverkehrsort sind wir das auch unseren Gästen schuldig.

Sie haben Recht, seit 1990 hat sich viel geändert, insbesondere der LKW-Verkehr hat zugenommen. Bis 2015 wird eine Steigerung des Straßengüterverkehrs um 70 % erwartet. Kommunale Verkehrspolitik muss vorausschauend arbeiten, denn die Planungszeiträume sind lang, weil sehr unterschiedliche Interessen mit einander in Einklang gebracht werden müssen. Das erfordert Zeit. Deshalb halte ich es für völlig falsch, jetzt bei möglicherweise verringerten Verkehrszahlen, die Finanzkrise verschont Norddeutschland nicht, die Planungsarbeiten für den Bau einer Umgehung einzustellen. Der nächste Sommer kommt bestimmt und mit ihm mehr landwirtschaftlicher und touristischer Verkehr. Deshalb müssen die Planungen weiter vorangetrieben werden.

Mit freundlichen Grüßen

Christel Happach-Kasan

 

- abgedruckt am 8./9.03.2009 -

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