Ernährung

Montag, 2. März 2009
Happach-Kasan: Bienenmonitoring hat sich bewährt und ist hoch anerkannt

Zur Beantwortung der Kleinen Anfrage „Bewertung des Deutschen Bienenmonitorings und seine Akzeptanz bei Imkern“ Bt-Drucksache 16/11738 erklärt die Sprecherin für Ländliche Räume, Dr. Christel Happach-Kasan:

Die FDP sieht sich in ihrer Auffassung bestätigt, dass das Bienenmonitoring eine geeignete Methode ist, Winterverluste von Bienenvölkern aufzuklären sowie die langfristige Belastung der Völker durch Pflanzenschutzmittel sowie deren Auswirkungen zu erfassen. Es ist sehr erfreulich, dass die Zahl der gemeldeten Bienenschäden in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen ist. Dies ist nach Auskunft der Bundesregierung auf die bessere Einhaltung der Anwendungsvorschriften zurückzuführen. Landwirte sind sensibilisiert. Außerdem ist die Zahl der zugelassenen, als bienengefährlich eingestuften Pflanzenschutzmittel zurückgegangen. 1997 betrug deren Anteil 9,4 %, 2009 nur noch 5,4 %. Bei der Aussaat des mit Clothianidin gebeizten Rapses hat es im vergangenen Jahr keine Probleme gegeben.

Die Bienenforschung in Deutschland genießt international ein sehr hohes Ansehen, das auf dem Fachwissen der Länderinstitute, dem Bienenmonitoring und dem Engagement des Nationalen Referenzlabors (NRL) beruht. Deutsche Institute sind in wesentliche internationale Forschungsprojekte eingebunden. Die Beratungsangebote der Bieneninstitute werden von den Imkern nach Auskunft der Länder sehr geschätzt und als notwendig zur Verbesserung der eigenen Praxis erachtet. Mit etwa 600.000 € wird die Bienenforschung am Julius Kühn Institut (JKI) gefördert. Der Vorwurf, die Bienenforschung in Deutschland sei wesentlich von der Industrie beeinflusst, den die Imkerverbände in dem von ihnen selbst zurückgezogenen Brief erhoben haben, hat keine Grundlage.

Mit der Einführung einer zusätzlichen Kontrolle für gebeiztes Saatgut hat die Bundesregierung die richtigen Schlussfolgerungen aus der fehlerhaften Saatgutbeizung im vergangenen Jahr gezogen. Damals waren Schäden bei 11.000 Bienenvölkern beobachtet worden. Die FDP hatte dies in ihrem Antrag gefordert. Die FDP begrüßt daher die Herausgabe eines Leitfadens zum Umgang mit gebeiztem Saatgut. In einer Kulturlandschaft sind Landwirtschaft und Imkerei aufeinander angewiesen. Für die Bienen sind verschiedene Kulturpflanzen wichtige Trachtpflanzen, für die Landwirtschaft trägt die Bestäubungsleistung der Bienen zur Ertragssicherung bei. Es besteht somit keine Alternative zu einer gegenseitigen Verständigung zwischen Landwirten und Imkern, wie der Schutz der Bienen und der Schutz landwirtschaftlicher Kulturen vor Schadorganismen am besten organisiert wird.

Die Varroose ist die wesentliche Ursache für Winterungsverluste. Die Bundesregierung ist gefordert, das Problem ernst zu nehmen und durch die Zulassung von 85%iger Ameisensäure zur Bekämpfung der Varroamilbe Imker von Bürokratie zu entlasten. Zurzeit ist deren Anwendung nur bei Therapienotstand gestattet.

Auf der Grundlage von Praxisversuchen (dokumentiert auf www.biosicherheit.de) schließt die Bundesregierung dagegen für gesunde Bienenvölker eine toxische Wirkung von Bt-Mais aus.

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