Grüne Gentechnik

Donnerstag, 19. Februar 2009
HAPPACH-KASAN: Das Verbot einer in der EU zugelassenen Pflanzensorte ist rechtswidrig

 

Zu dem von Bundesministerin Aigner geforderten Anbauverbot von Mon 810 in Deutschland fordert die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

Das von Bundesministerin Aigner geforderte Verbot von Bt-Mais ist ausschließlich dem CSU-Wahlkampf geschuldet. Bundeskanzlerin Merkel ist gefordert, eine Politik für das ganze Land durchzusetzen, statt ideologisch begründeten Partikularinteressen hinterherzulaufen. Die Bundesregierung ist keine Außenstelle der bayerischen Staatskanzlei.

Das geforderte Verbot ist rechtswidrig, es bedeutet eine Benachteilung deutscher Landwirte, weil es ihre Entscheidungsfreiheit einschränkt. In Regionen mit starkem Maiszünslerbefall bietet der Bt-Mais Vorteile für Verbraucher, Landwirte und den Naturschutz. Das Verbot widerspricht der Hightech-Politik der Bundesregierung und vertreibt Biotech-Unternehmen, die im Vertrauen auf den Koalitionsvertrag in Deutschland investiert haben. Eine solche Politik führt zur Abwanderung von Zukunftsunternehmen sowie engagierter junger Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die in unserem Land keine Zukunft mehr sehen.

Die EU-Kommission hat inzwischen den in anderen Ländern erlassenen Verboten widersprochen. Es gibt keine wissenschaftliche Grundlage für ein Verbot wie jetzt von französischen Wissenschaftlern bestätigt wurde. Es ist höchste Zeit, dass Deutschland als größtes Land in der EU Führungsverantwortung übernimmt und bei uns und in der EU für eine Öffnung gegenüber einer landwirtschaftlichen Nutzung der Biotechnologie eintritt.

Weltweit wird von Biotech-Unternehmen und Forschungsinstituten die Züchtung von Pflanzen vorangetrieben, die unter den Bedingungen des Klimawandels helfen die Welternährung zu sichern. Da darf Deutschland nicht abseits stehen.

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