Grüne Gentechnik

Donnerstag, 12. Februar 2009
HAPPACH-KASAN: Biotechnologische Züchtung weltweit erfolgreich

 

Zur aktuellen ISAAA-Studie (International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications) erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:  

 

Der erneute Anstieg der Anbaufläche gentechnisch veränderter Pflanzen auf nunmehr 125 Millionen Hektar (Deutschland hat eine Fläche von 35 Millionen Hektar) ist ein beeindruckendes Zeugnis für den Erfolg der Züchtungsmethode. Über 13 Millionen Landwirte haben sich im vergangenen Jahr für den Kauf von GVO-Saatgut entschieden. Sie haben dafür gute Gründe, denn sie können dadurch ihr Einkommen steigern, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln mindern, die Ernährung ihrer Familien sichern. Der Anbau von transgenen Sorten ist in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ein Beitrag zur Minderung von Armut in den ländlichen Räumen. Diese Entwicklung sollte gefördert werden durch die Verbesserung von Bildung und Ausbildung der Landwirte in den ärmsten Ländern, um sie durch Stärkung der eigenen Fachkompetenz bei der Ernährung ihrer Familien zu unterstützen.

 

Die Bundesregierung ist aufgefordert, alles dafür zu tun, den Landwirten in Deutschland ebenfalls den Zugang zum Anbau von standortgerechten, transgenen Sorten zu ermöglichen. Die in einigen Regionen auftretenden Befallsraten des Mais von über 50 Prozent mit Schadinsekten, die oftmals einhergehen mit Sekundärinfektionen mit gefährlichen Schimmelpilzen, sind eine Indikation für den Anbau von Bt-Mais. Die Bundesregierung ist aufgefordert, sich bei der Zulassung neuer Sorten auf EU-Ebene streng nach fachlichen Kriterien und den Empfehlungen von (EFSA) European Food Safety Authority und (ZKBS) Zentrale Kommission für die biologische Sicherheit zu richten. Darauf haben die Landwirte ebenso wie die Verbraucherinnen und Verbraucher einen Anspruch. Deutschland als größtes Land der EU hat eine besondere Verantwortung und sollte dazu beitragen, die Blockadepolitik gegenüber transgenen Sorten zu beenden. Die Hoffnung der von Trockenheit bedrohten Länder auf trockenheitsresistente Mais- und Weizensorten, für die die Vorarbeiten in vielen Laboren weit gediehen sind, sollte nicht enttäuscht werden.

 

Die FDP erwartet von der ehemaligen Forschungspolitikerin und jetzigen Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner, dass sie ihre forschungspolitischen Erkenntnisse zum Wohle von Landwirten und Verbrauchern und auch Entwicklungsländern in ihrem neuen Amt einbringt.

 

 

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