Schleswig-Holstein

Mittwoch, 7. Januar 2009
Dreikönigstreffen der Bundestagsabgeordneten: Happach-Kasan fordert Transparenz - Sparkassenvorstand erwartet 2009 Ende der Finanzkrise

 

Wieder deutlich über hundert Gäste zählte die Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan bei Ihrem inzwischen schon traditionellen Dreikönigstreffen in Fredeburg, darunter den Landrat, zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Kreis sowie Vertretern aus Politik, Vereinen und Verbänden. Den Gastvortrag, in dessen Mittelpunkt Ursachen und Folgen der Finanzkrise stand, hielt der Vorsitzende des Vorstandes der Kreissparkasse Hzgt. Lauenburg, Rainer Burghardt.

In Ihrer Begrüßungsrede forderte die Bundestagsabgeordnete aus Bäk Transparenz und Wahrhaftigkeit in der Politik. Es gelte, zu sagen, was man tut und zu tun, was man sagt. Dabei dürfe sich die Politik nicht nur nach Meinungsumfragen richten, sondern müsse auch zu solchen Positionen stehen, die sie als wichtig für das Gemeinwesen erachten, auch wenn sie nicht populär seien. Das machte Sie an den von Ihr vertretenen Positionen zur Gentechnik und Kernkraft fest – und an ihrer Arbeitsbilanz, die vor den Gästen auf den Tischen lag. Die Auswahl des Festredners begründete Happach-Kasan mit der aktuellen Finanzkrise und „dem herausragenden Ranking“, dass sich die Kreissparkasse erarbeitet habe: Das Institut rangiert inzwischen im oberen Viertel aller Sparkassen in Deutschland.

Happach-Kasan kritisierte die „Große Koalition der kleinen Schritte“ und machte keinen Hehl daraus, dass sie auf eine CDU/FDP Koalition nach der Bundestagswahl setze. Für die Region sei es wichtig, dass nicht weiter wichtige Investitionen unterblieben, weil es an baureifen Planungen mangele. Als Beispiel führte sie den Elbe-Lübeck-Kanal an, die Ortsumgehungen in Geesthacht und Ratzeburg sowie den Ausbau der 404 zur BAB 21. Die FDP-Politikerin bekräftigte ihre Forderung, intensiver für die Interessen Schleswig-Holsteins zu kämpfen, damit nicht weiter Gelder am Land vorbei flössen.

In einem ebenso anschaulichen wie fundierten Vortrag ließ Rainer Burghardt noch einmal die Entstehung der Finanzkrise Revue passieren und wagte einen vorsichtig optimistischen Ausblick. Dabei differenzierte er zwischen den Privatbanken einerseits und den Sparkassen und Genossenschaftsbanken andererseits. Während letztere mit ihren vorsichtigen Geschäftsmodellen sich in der Krise bewährt hätten, sei bei international tätigen Instituten, zu denen auch Landesbanken wie die HSH Nordbank gehören, „mit strukturierten Produkten gehandelt worden, die man selbst nicht durchdrungen hat“. Belastungen drohten den Sparkassen nun durch die massiven Verluste der HSH Nordbank, soweit diese nicht abgefangen werden würden. Noch immer sei das Vertrauen zwischen den Banken gestört, was die Refinanzierung der Institute untereinander erschwere. Hier sieht Burghardt Besserung für Mitte 2009. Im Folgejahr werde dann auch die Gesamtwirtschaft von der Erholung der Finanzmärkte profitieren. Für den Kreis befürchtet er keine dramatischen Entwicklungen: „Wir haben – um das ganz deutlich zu sagen – wirklich ganz außerordentlich erfolgreiche und sehr gut geführte Unternehmen im Kreis. Ich glaube daher nicht, dass wir von einer dramatisch steigenden Anzahl von Insolvenzen überrollt werden. Schrammen werden wir allerdings alle davon tragen – wenn unsere Unternehmen, dann auch wir als Sparkasse. „Lob gab es für die Politik: Die schnelle internationale Zusammenarbeit habe den Zusammenbruch des Finanzsystems verhindert. Das mache Mut, dass auch andere globale Fragen entschlossen angegriffen werden könnten.

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