Ernährung

Freitag, 5. Dezember 2008
HAPPACH-KASAN: Pflanzenschutzpolitik von EU und Bundesregierung ein einziges Trauerspiel

 

Zur aktuellen Pflanzenschutzpolitik erklärt die Sprecherin für ländliche Räume der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

 

Die aktuelle Pflanzenschutzpolitik ist ein Trauerspiel. Sie gefährdet Landwirtschaft und Gartenbau in Deutschland. Vor dem Hintergrund der globalen Herausforderungen wie dem steigenden Bedarf an Lebensmitteln und der energetischen Nutzung von Biomasse ist die EU-Pflanzenschutzpolitik verantwortungslos. Mit der Abkehr von der bisherigen Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln durch Einführung pauschaler Ausschlusskriterien werden bisher sichere Pflanzenschutzmittel verboten. So kann die Landwirtschaft ihre gesamtgesellschaftlichen Aufgaben nicht erfüllen. Im Gegenteil: Die Existenz der deutschen und europäischen Landwirtschaft wird zum Schaden der Verbraucherinnen und Verbraucher gefährdet. Denn bislang erfüllen die europäischen Landwirte mit ihren Produkten höchste Qualitätsstandards, während dies oftmals bei Importen aus anderen Teilen der Welt nicht gewährleistet ist. Das Vordringen von Pilzerkrankungen durch den Klimawandel erfordert gerade im Interesse des Schutzes der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Pilzvergiftungen eine Pflanzenschutzpolitik mit Augenmaß.

 

In den vergangenen Jahren ist die Bundesregierung bei der EU-Pflanzenschutzpolitik aus populistischen Gründen abgetaucht. Den Schaden haben die heimischen Landwirte und Gartenbaubetriebe. Für die FDP-Bundestagsfraktion fordere ich die neue Bundeslandwirtschaftsministerin nachdrücklich auf, entschlossen für eine moderne und unternehmerische Landwirtschaft in Deutschland zu kämpfen. Dazu ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln notwendig. Ansonsten werden Landwirte, Gartenbau und Verbraucher die Verlierer dieser ideologischen Politik sein. 

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