NaWaRo / Wald

Freitag, 28. November 2008
Happach-Kasan: Biokraftstoffimporte verdrängen heimische Produktion

 

Der Reinbiokraftstoffmarkt in Deutschland ist so gut wie tot, der zur Beimischung genutzte Biokraftstoff wird zum Großteil importiert. Laut Angaben der Bundesregierung bestehen bis zu zwei Drittel der in Deutschland verwendeten Biokraftstoffmenge aus Importen.

Den Schaden haben Landwirte, die Biokraftstoffbranche und das Klima, denn in Deutschland vorhandene Produktionskapazitäten wurden stillgelegt oder abgebaut, Kapital wurde vernichtet. Mit dem von schwarz-rot herbeigeführten abrupten Wechsel von der Förderung der biogenen Treibstoffe durch Steuerbefreiung hin zu einem Beimischungszwang wurde eine blühende Branche in Deutschland vernichtet.

Da zur Erfüllung des Beimischungszwangs biogene Treibstoffe gebraucht werden, steigt der Anreiz in Schwellen- und Entwicklungsländern, Regenwälder für den Palmöl- und den Sojaanbau abzuholzen. Mit dem Scheitern der schwarz-roten Biokraftstoffpolitik gerät gleichzeitig die Klimastrategie der Bundesregierung ins Wanken.

Beimischungszwang und Biokraftstoffsonderziel schaffen Anreize zur Verdrängung der Lebensmittelproduktion in Entwicklungs- und Schwellenländern und zum Abholzen von Regenwäldern. Es muss alles vermieden werden, was das Welthungerproblem verschärft und zur Abholzung von Regenwäldern beiträgt.

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