Grüne Gentechnik

Freitag, 17. Oktober 2008
HAPPACH-KASAN: Hunger in Afrika bekämpfen durch Investitionen in landwirtschaftliche Forschung

 

Zur Kritik am Projekt „African Biofortified Sorghum (ABS)“ erklärt die Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für ländliche Räume Christel HAPPACH-KASAN:

Hunger und Armut im südlichen Afrika sind nach dem Welthunger-Index 2008 extrem angestiegen. Mit dem ABS-Projekt wird eine wissenschaftliche Infrastruktur in Südafrika aufgebaut, die das Ziel verfolgt, eine neue Generation von Hirse zu züchten, die nährstoffreicher ist, eine bessere Zusammensetzung der lebenswichtigen Aminosäuren enthält, bei höherer Stärkeverdaulichkeit und höherer Verfügbarkeit von Eisen und Zink. Solche regional angepassten Sorten können einen Beitrag leisten, die Ernährungssituation in Afrika deutlich zu verbessern. Hirse bietet mit ihrer Fähigkeit, Trockenperioden zu überdauern, dafür gute Voraussetzungen. Drei Jahre nach der Initiierung des Projekts sind jetzt die ersten Treibhausversuche für gentechnisch verbesserte Hirse-Sorten genehmigt worden. Die Kritik ist weitgehend aus der Luft gegriffen, da es sich um ein Treibhausprojekt und nicht um einen Freisetzungsversuch handelt.

Den Afrikanern ist der Erfolg des Züchtungsprojekts zu wünschen, um ihre eigene Ernährungssouveränität zu verbessern. Dadurch kann 300 Millionen armen Menschen in Afrika geholfen werden. Das Projekt entspricht den Forderungen des Chefs der UNCCD, der kürzlich im Agrarausschuss des Deutschen Bundestages mehr Forschung einschließlich der Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen gefordert hat. Die Bundesregierung ist aufgefordert, ihre Erfahrung in der biologischen Sicherheitsforschung für ein solches Projekt zur Verfügung zu stellen.

 

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema