Grüne Gentechnik

Freitag, 19. September 2008
HAPPACH-KASAN: Praxisferne "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung gleich wieder einstampfen

 

Anlässlich der heutigen Pressekonferenz der SPD zu ersten Erfahrungen mit der „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung erklärt die Gentechnik-Expertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

 

Die von der so genannten großen Koalition eingeführte „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung hat sich nicht bewährt. Die geringe Zahl der gekennzeichneten Produkte macht dies deutlich. Hersteller und Handel zeigen kein Interesse an der Kennzeichnung. Dies überrascht nicht. Kein Hersteller und kein Händler will sich dem Vorwurf der Verbrauchertäuschung aussetzen.

 

Und nichts anderes ist die „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung. Produkte, die bis zu 0,9 Prozent Bestandteile von gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten, dürfen ebenso mit dem Kennzeichen „Ohne Gentechnik“ versehen werden wie Produkte, bei denen die mehr als 100 Nahrungs- und Futtermittelzusätze, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, verwendet wurden.

 

Gentechnik ist durch Nahrungsmittelzusatzstoffe bereits in aller Munde. Die Kennzeichnungsregelung ist praxisfern und sollte schnellstmöglich wieder eingestampft werden. Angesichts der Vielzahl von Kennzeichen bei Lebensmitteln und der damit verbundenen Kosten ist der Verzicht auf ein überflüssiges Kennzeichen kein Verlust, sondern ein Gewinn.

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