Grüne Gentechnik

Donnerstag, 4. September 2008
HAPPACH-KASAN: Neue "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung nach wenigen Monaten bereits gescheitert

 

Anlässlich der Meldungen, die Lebensmittelhersteller würden die neue „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung kaum nutzen, erklärt die Agrarexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

Die Lebensmittelhersteller nutzen die neue „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung kaum. Das ist keine Überraschung. Die Kennzeichnung ist eine gezielte Verbrauchertäuschung. Obwohl bis zu 0,9 Prozent Bestandteile von gentechnisch veränderten Pflanzen ebenso wie die Verwendung von mehr als 100 Nahrungs- und Futtermittelzusätzen, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, erlaubt sind, dürfen diese Lebensmittel dennoch mit „Ohne Gentechnik“ gekennzeichnet werden. Die Regelung ist weiterhin völlig praxisfern, denn im Zuge des jährlich steigenden GVO-Anbaus werden „Ohne Gentechnik“-Lebens- und Futtermittel ein Nischenprodukt. Die hohe Lebensmittelqualität wird durch die Grüne Gentechnik nicht beeinträchtigt, sondern verbessert.

Für die FDP-Bundestagsfraktion fordere ich die Bundesregierung nachdrücklich auf, diese gezielte Verbrauchertäuschung unverzüglich zu korrigieren. Bundesminister Horst Seehofer muss eine praxistaugliche und verbraucherfreundliche Kennzeichnung einführen. Die neue „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung ist nach nur wenigen Monaten bereits gescheitert.

 

 

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