Schleswig-Holstein

Sonntag, 3. August 2008
„Weinbau am Elbhang ist keine Fantasterei”

Schleswig-Holsteins Weinanbau gehört auf dessen „Südbalkon“ – und damit in den Kreis Hzgt. Lauenburg. Davon ist die FDP Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Dr. Christel Happach-Kasan überzeugt. Hintergrund ihres Vorschlags: Das Land Schleswig-Holstein hat bei der EU das Recht erworben, bis zu 10 ha Wein anzubauen. Die Flächen stammen aus der Quote, die bisher von Rheinland-Pfalz beansprucht wurde.

„Weinbau am Elbhang ist keine Fantasterei.“, betont die FDP-Agrarpolitikerin. Der Hamburger Senat bewirtschaftet seit 1996 oberhalb des Hafens eine kleine Fläche, auf dem die Trauben für einen exklusiven Tropfen angebaut werden: Den „Stintfang Cuvée“. Der ist heiß begehrt, wird aber nur ausgewählten Gästen der Hansestadt kredenzt. „Wenn das alles auch touristisch ein Magnet werden soll, wird man am Namen noch arbeiten müssen: „Schleswig-Holsteinischer Landwein“ klingt säuerlich. Ein wenig „herzoglicher“ muss es schon sein“, meint Happach-Kasan augenzwinkernd. Ob ein „Juliusburger Jungbrunnen“ oder ein „Krümmeler Sonnenschein“ am Ende Erfolg haben werde, müsse der Markt entscheiden. Dass die „Lauenburgischen Weinberge“ allerdings in die Fahrrad-Tourenkarten eingehen wird, dessen ist sich die Abgeordnete absolut sicher.

„Die FDP hat bereits vor Jahren mit dem ehemaligen rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Weinbauminister Reiner Brüderle im Rahmen einer Weinprobe in Schwarzenbek ihre Kompetenz in diesem Bereich begründet. Der Klimaforscher Professor Hans von Storch von der GKSS hat beim Dreikönigsempfang der FDP in diesem Jahr prognostiziert, dass der Klimawandel uns Temperaturen wie im Breisgau bringen wird: „Deshalb gilt es schon heute, die Herausforderungen von morgen anzunehmen!“, wirbt Happach-Kasan für ihren Vorschlag.

Als „bezeichnend“ bewertet Happach-Kasan die Tatsache, dass auch in dieser Frage die Nachbarn aus Mecklenburg-Vorpommern wieder einmal schneller gewesen seien, als die Große Koalition in Kiel: „Bereits seit 2005 kann unser Nachbarland auf Weinbauflächen verweisen und trommelt dafür touristisch unter der Überschrift: „Wein und Sekt aus Mecklenburg Vorpommern“. Anbaufläche dort: 4 ha – umgerechnet 0.04 km².

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