Schleswig-Holstein

Dienstag, 29. Juli 2008
Ausbildungsplatzaquise - Happach-Kasan besucht Betriebe in Büchen und Lauenburg

 

Im Rahmen der Ausbildungsplatzaquise der IHK besuchte die FDP-Bundestagsabgeordnete Christel Happach-Kasan in der vergangenen Woche drei Betriebe im Herzogtum Lauenburg. Insgesamt ist die Bereitschaft der Betriebe, junge Menschen auszubilden sehr hoch. Es gibt Probleme, geeignete Auszubildende zu finden. Die Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst, durch Ausbildung gute Nachwuchskräfte heranzuziehen.

Das erste Besuchsziel war die Gludan GmbH in Büchen, ein Hersteller von wasserlöslichen, umweltfreundlichen Klebstoffen, der 650 Tonnen Klebstoff für die industrielle Produktion pro Monat produziert. Die Geschäftsleitung schilderte ihre Schwierigkeiten, am gegebenen Standort in Büchen die dringend erforderlichen Erweiterungen vorzunehmen. Deshalb sei eine Standortverlagerung nach Mecklenburg-Vorpommern im Gespräch. Die dortigen Förderbedingungen seien wesentlich günstiger als in Schleswig-Holstein. „ Eine solche Förderung ist für Standorte nahe der polnischen Grenze nachvollziehbar, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schleswig-Holstein werden Anreize zur Umsiedlung gegeben, die gesamtwirtschaftlich nicht sinnvoll sind,“ so Happach-Kasan.

Der zweite besuchte Betrieb, die G&E Medientechnik in Lauenburg, stellt hochwertige Druckplatten her und will sich auch weiter in der Ausbildung engagieren, erklärte die Geschäftsleitung. Als relativ junger Betrieb, er besteht seit fünf Jahren, ist der Betrieb in der Region noch nicht sehr bekannt, die ersten größeren Aufträge kamen aus Niedersachsen.

Zum Abschluss der Besuche stand die Hitzler Werft GmbH in Lauenburg auf dem Programm. Happach-Kasan zeigte sich überaus beeindruckt von dem „absolut vorbildlichen Ausbildungsbetrieb.“ Dass sich vor allem die Kinder der Mitarbeiter um die Ausbildungsplätze bewerben, zeige das große Vertrauen, das der Betrieb in der Region genießt, so Happach-Kasan. Die Hitzler Werft beschäftigt derzeit 60 Mitarbeiter und 6 Auszubildende. Ihr größtes Problem liege in der geringen Wassertiefe in der Elbe, insbesondere im Bereich zwischen der Schleuse Lauenburg und Artlenburg, führte Herr Hitzler aus. Die Schleuse Lauenburg des Elbe-Lübeck-Kanals hat eine Drempeltiefe von 4 m, das nützt wenig, wenn die Elbe nur eine Wassertiefe von 2 m hat. Die Binnenschifffahrt ist im Vergleich zu LKW und Schiene sehr umweltfreundlich. Der Energieverbrauch pro Gewichtseinheit ist gering. Doch in der Elbregion fehlt der Binnenschifffahrt auf Grund des wechselnden Wasserstandes die Planungssicherheit. Happach-Kasan war sich einig mit Herrn Hitzler, dass über den Buhnenbau die Wasserstandsschwankungen in der Fahrrinne gemindert werden müssen. Einigkeit herrschte auch in der Forderung, den Elbe-Lübeck-Kanal zügig auszubauen. Nach der Fertigstellung der Schleuse Lauenburg ist nicht viel geschehen, die Erneuerung der Witzeezer Schleuse nicht absehbar.

 

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