Grüne Gentechnik

Samstag, 10. Mai 2008
HAPPACH-KASAN: Raus aus den gentechnisch veränderten Kartoffeln, rein in die gentechnisch veränderten Importfuttermittel

Anlässlich der Forderung von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer in einem Interview in der FAZ, die EU-Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzensorten zu verändern, erklärt die Sprecherin für nachwachsende Rohstoffe der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN:

Erst zwingt Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer - gegen jede Vernunft und entgegen den Aussagen im Koalitionsvertrag - die Bundesregierung auf einen Anti-Biotechnologie-Kurs. Jetzt, mit den zunehmenden Problemen der Welternährung, sieht auch er plötzlich die Potenziale der Biotechnologie.

Das Problem, das für die Tierernährung in Europa dadurch entsteht, dass in Nord- und Südamerika Sorten angebaut werden, die noch keine Zulassung in der EU besitzen, ist lange bekannt. Zur Lösung dieses Problems hat Minister Seehofer nichts beigetragen sondern sie durch seinen biotechnologiefeindlichen Kurs behindert.

Schon jetzt ist es ihm als Mitglied des Agrarministerrats möglich, entsprechend den wissenschaftlichen Empfehlungen von EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) und ZKBS (Zentrale Kommission für die biologische Sicherheit) zu stimmen. Er hat sich an deren Rat nie gehalten, sondern ist seinem Bauchgefühl gefolgt. Es ist pure Heuchelei, jetzt die Wissenschaftlichkeit der Entscheidungen einzufordern.

Im Übrigen ist es nicht möglich, den Menschen zu vermitteln, dass Forschung in der Biotechnologie in Deutschland, so wie Seehofer es fordert, sinnvoll sein soll, wenn gleichzeitig, wie von Seehofer praktiziert, die Anwendung der Forschungsergebnisse überall behindert wird.

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