Grüne Gentechnik

Freitag, 15. Februar 2008
HAPPACH-KASAN: Gentechnik-Kritik aus den eigenen Reihen ist eine schallende Ohrfeige für Minister Seehofer

Zum Beschluss des Gentechnikgesetzes durch den Bundesrat erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Die Verabschiedung des Gentechnikgesetzes durch den Bundesrat beendet vorläufig die Diskussion um das Gesetz. Wie wenig die Diskussion um das Gesetz und seine konkrete Ausformulierung zur Befriedung und zur Schaffung eines tragfähigen Kompromisses beigetragen hat, zeigt die Tatsache, dass der von der CDU-geführten Bundesregierung eingebrachte Gesetzentwurf von drei CDU-geführten Länderregierungen so stark kritisiert wurde, dass sie den Vermittlungsausschuss angerufen haben. Dies ist eine schallende Ohrfeige für Minister Horst Seehofer. Er hat keine klare Linie und pendelt mit seinen Positionen zwischen den Extremen. Offensichtlich sind die Länder besser in der Lage, die Interessen des Forschungsstandorts Bundesrepublik Deutschland zu artikulieren, als dies die Bundesregierung vermag. Das öffentliche Standortregister wird von Gentechnikgegnern weiterhin zur Zerstörung von Versuchsfeldern missbraucht werden. Dadurch wird der Forschungsstandort Deutschland massiv geschädigt. In 2007 wurden gentechnisch veränderte Pflanzen weltweit auf über 114 Millionen Hektar angebaut. Das ist gegenüber 2006 eine weitere Steigerung um 12 Prozent. Zwölf Millionen Landwirte bauen inzwischen gentechnisch veränderte Pflanzen an. Da der gegen den Maiszünsler resistente Mais außerdem eine geringere Belastung mit Pilzgiften aufweist, ist seine Verfütterung ein konkreter Beitrag zur Tiergesundheit. Den Anbau solcher Sorten unseren Landwirten zu verwehren, worauf die Forderungen nach dem Verbot des weltweit seit zehn Jahren mit Erfolg angebauten MON810 abzielen, ist fachlich völlig unbegründet. Die Bundesländer haben deutlich gemacht, dass die von der Bundesregierung vorgenommene Änderung der Bestimmung zur Kennzeichnung "ohne Gentechnik" eine Verbrauchertäuschung ist. Es wird den Menschen durch die Kennzeichnung "ohne Gentechnik" suggeriert, es werde bei der Herstellung dieser Produkte auf die Gentechnik verzichtet. Dies trifft jedoch nicht zu. Es bedeutet auch keinen Gewinn an Sicherheit, wenn auf diese Methode verzichtet würde. Selbst die Ö

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