Grüne Gentechnik

Montag, 11. Februar 2008
Stellungnahme zur Meldung 'Wirtschaft sieht kaum Markt für Futtermittel ohne Gentechnik'

Die Meldung ist keine Überraschung. Die Verbände hatten im letzten Jahr in zahlreichen Stellungnahmen darüber informiert, dass die Tierhaltung in Deutschland in erheblichem Umfang von der Einfuhr von eiweißhaltigen Futtermitteln abhängig sei. Diese werden auf der Grundlage von gentechnisch verändertem Soja und Mais produziert. Da gerade Bt-Mais geringere Gehalte an Pilzgiften aufweist als andere Maissorten, ist dadurch eine gute Voraussetzung für eine hohe Futtermittelqualität gegeben. Minister Seehofer war dies bekannt, als er die Bestimmungen zur Kennzeichnung "ohne Gentechnik' aufweichte. Er hat billigend in Kauf genommen, dass mit dieser Kennzeichnung die Verbraucher über die Bedeutung der Gentechnik bei der Erstellung von Futtermitteln getäuscht werden. Sein Appell an den Bundesrat, auf die Einberufung des Vermittlungsausschusses zu verzichten, ist allzu durchsichtig. Er will keinen weiteren Ärger. Doch die Bundesländer sollten ihre Möglichkeiten zur Verbesserung des Gesetzes nutzen, denn sie müssen es vollziehen.

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