NaWaRo / Wald

Mittwoch, 19. Januar 2005
Kleine Anfrage 'Unterschiedliche Bewertungen der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, zum Waldsterben'

Deutscher Bundestag Drucksache 15/4682

15. Wahlperiode 19. 01. 2005



Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Christel Happach-Kasan, Hans-Michael Goldmann, Dr. Karl Addicks, Daniel Bahr (Münster), Rainer Brüderle, Angelika Brunkhorst, Ernst Burgbacher, Helga Daub, Jörg van Essen, Ulrike Flach, Otto Fricke, Horst Friedrich (Bayreuth), Rainer Funke, Joachim Günther (Plauen), Dr. Karlheinz Guttmacher, Klaus Haupt, Ulrich Heinrich, Birgit Homburger, Dr. Werner Hoyer, Hellmut Königshaus, Dr. Heinrich L. Kolb, Gudrun Kopp, Jürgen Koppelin, Sibylle Laurischk, Harald Leibrecht, Ina Lenke, Dirk Niebel, Hans-Joachim Otto (Frankfurt), Eberhard Otto (Godern), Detlef Parr, Cornelia Pieper, Gisela Piltz, Dr. Rainer Stinner, Dr. Claudia Winterstein, Dr. Volker Wissing, Dr. Wolfgang Gerhardt und der Fraktion der FDP



Unterschiedliche Bewertungen der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, zum Waldsterben



Die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, hat in der 'WELT am SONNTAG' (WamS vom 13. Juli 2003) in einem Artikel mit der Überschrift 'Dem Wald geht es besser' ein positives Bild des Zustandes der heimischen Wälder gezeichnet. Auf die Frage: 'Ist bei uns das Waldsterben überwunden?' antwortete die Bundesministerin: 'Ja. Wir haben den Trend umgekehrt. Der Wald wächst wieder gesünder, Â…'. Ebenfalls in der 'WamS' hat die Bundesministerin am 7. November 2004 in einem Artikel mit der Überschrift 'Der Wald ist so krank wie niemals zuvor' Alarm geschlagen. Anlässlich einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Waldzustandberichtes 2004 am 8. Dezember 2004 bekräftigte die Bundesministerin ihre Befürchtungen und bezeichnete den Zustand der Wälder als alarmierend.



Wir fragen die Bundesregierung:



1. Auf Grundlage welcher wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse hat die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, Mitte 2003 das Waldsterben für überwunden erklärt?



2. Weshalb hat die Bundesministerin im Jahr 2004 nicht an ihrer These von einem Überwinden des Waldsterbens in Deutschland festgehalten?



3. Liegen der Bundesregierung Stellungnahmen von Wissenschaftlern und Fachverbänden zu der Einschätzung der Bundesministerin aus dem Jahr 2003 zum Ende des Waldsterbens vor, und wenn ja, mit welchem Ergebnis?



4. In welchen anderen europäischen Ländern haben die dortigen Regierungen im Jahr 2003 das Waldsterben in ihren Ländern für beendet erklärt und mit welchen Begründungen?



5. Wie bewertet die Bundesregierung die These, dass die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, mit ihrer Behauptung, die Bundesregierung habe den Trend zum Waldsterben in Deutschland umgekehrt, dem Ansehen Deutschlands auf politischer Ebene und in wissenschaftlichen Kreisen geschadet hat?



6. Wie begründet die Bundesregierung vor dem Hintergrund des von der zuständigen Fachministerin angekündigten Endes des Waldsterbens in Deutschland im Jahre 2003 die dramatische Verschlechterung des Zustandes des heimischen Waldes in 2004, der von der Bundesregierung als alarmierend eingestuft wird?



7. Hat dies bei der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, dazu geführt, ihre Einschätzung über den Zustand des deutschen Waldes aus dem Jahre 2003 zu korrigieren, und falls ja, mit welcher Begründung? Falls nein, weshalb nicht?



8. War diese Verschlechterung nicht schon von verschiedenen Wissenschaftlern in 2003 vorhergesagt worden und damit schon in 2003 absehbar gewesen?



9. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass diese Information der Ö

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