NaWaRo / Wald

Mittwoch, 30. Januar 2008
HAPPACH-KASAN: Leichte Erholung der Wälder - Schadstoffeinträge weiterhin besorgniserregend

Zu den Ergebnissen der Waldzustandserhebung 2007 erklärt die forstpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Die leichte Erholung der Wälder ist ein Lichtblick. Dieser ist weitgehend auf die nasse Witterung des letzten Sommers zurückzuführen. Die Belastung der Waldböden durch Schadeinträge aus der Luft ist weiterhin besorgniserregend hoch. Die Schwefeldioxideinträge konnten in den letzten Jahren drastisch gesenkt werden, die Einträge an Stickstoffoxiden sind nur gering vermindert und weiterhin zu hoch. Insbesondere der Straßenverkehr trägt zur Belastung der Böden mit Stickoxiden bei. Auch die Belastung mit Ammoniak wurde nur geringfügig vermindert. Auf 65 Prozent der Flächen herrscht ein Stickstoffüberschuss. Dieser trägt dazu bei, dass die Wälder schweren Sturmereignissen wie im letzten Jahr dem Sturm Kyrill nicht standhalten können. Es müssen weitere Anstrengungen unternommen werden, den Eintrag von Schademissionen zu mindern. Bei ungünstigen geologischen Bodenverhältnissen sind Waldkalkungen zur Minderung der Bodenversauerung ein wichtiger Beitrag zur Gesundung der Wälder. Wälder sind Kohlenstoffsenken, ihr Erhalt und ihre Stärkung ist somit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Die gestiegene Nachfrage nach Holz verbessert die Einkommenssituation der Waldbauern. Holz ist nach wie vor der wichtigste nachwachsende Rohstoff in Deutschland. Seine rohstofflichen Qualitäten gewinnen an Anerkennung, die energetische Nutzung von Holz ist ein Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen. Optimal ist der Einsatz von Holz in Blockheizkraftwerken, die die Abwärme bei der Stromproduktion zur Wärmeproduktion nutzt. Die Nutzung neuer Technologien vermeidet die Erhöhung der Feinstaubbelastung der Luft. Für eine verstärkte energetische Holznutzung ist die Produktion von Holz in Kurzumtriebsplantagen und Agroforstsystemen sinnvoll. Eine Änderung des Bundeswaldgesetzes, um Rechtssicherheit für diese Formen der Holzproduktion zu schaffen, ist überfällig.

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