Grüne Gentechnik

Mittwoch, 23. Januar 2008
HAPPACH-KASAN: Gentechnikgesetz der Bundesregierung führt in die Sackgasse

Zur Beschlussfassung im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über die Novellierung des Gentechnikgesetzes erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Das heute im Agrarausschuss beschlossene Gentechnikgesetz der Bundesregierung führt in die Sackgasse. Die Novelle hält nicht, was die Koalition in ihrem Koalitionsvertrag versprochen hat: Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen und deren weitere Erforschung und Entwicklung sollten im Interesse von Verbraucherinnen und Verbrauchern wie auch der Landwirtschaft, von Forschungsinstituten und Unternehmen erleichtert werden. Das Gegenteil ist der Fall. Mittelständische Pflanzenzuchtunternehmen verlagern weiter ihre GVO-Züchtung ins Ausland. Darüber hinaus hat Minister Horst Seehofer durch seinen Chaoskurs zur Verunsicherung der Bevölkerung beigetragen, statt zum Beispiel auf der Grünen Woche über die Möglichkeiten der Züchtungsmethode zu informieren, Ängste abzubauen, Vertrauen zu schaffen. Der Klimawandel, die drastische Minderung der Zahl der Wirkstoffe für Pflanzenschutzmittel durch die EU erfordern neue trockenheitstolerante und schädlingsresistente Sorten. Solche Züchtungen werden durch die Anwendung gentechnischer Methoden begünstigt. Die Aufweichung der Bestimmungen der "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung täuschen die Verbraucher über die Tatsache hinweg, dass Gentechnik längst in aller Munde ist. Es ist eine grobe Irreführung der Menschen, wenn trotz der Verfütterung von Zusatzstoffen, die mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) hergestellt wurden, Produkte die Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" tragen dürfen. Die High-Tech-Strategie der Bundesregierung ist im Bereich der Biotechnologie gescheitert.

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