Schleswig-Holstein

Montag, 14. Januar 2008
Happach-Kasan: Auch Bahn AG mit Situation des Bahnhofs Büchen unzufrieden

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan hat Antwort auf ihr Schreiben an die Konzernzentrale der DB AG bekommen, in dem Sie die Fahrplansituation und den Zustand des Bahnhofs beklagt. Auf Grund des Schreibens ist die Liberale sicher: "Die Landesregierung hat nicht genug für den Verkehrsknoten Büchen getan und hat mit dem Land Mecklenburg Vorpommern keinen intelligenten Interessenausgleich herbeigeführt." Happach-Kasan hatte sich im Dezember an die Konzernbevollmächtigte für Hamburg und Schleswig Holstein, Ute Plambeck, gewandt und sowohl den baulichen Zustand, als auch die verschlechterte Anschlusssituation im Berlin-Verkehr gerügt. Die Antwort der Bahn lässt für den Zustand des Bahnhofes auf Besserung hoffen. Bei der Fahrplanverschlechterung wird dagegen deutlich, dass hier das Land Mecklenburg seine Interessen gegen Schleswig-Holstein durchgesetzt hat: "Optimal wäre es, wenn die haltenden Züge des Hanse-Express (Hamburg-Schwerin-Rostock) in Büchen von den ICs überholt werden würden, um ein Umsteigen in Richtung Lübeck und Lüneburg zu ermöglichen. Dagegen wendet sich Mecklenburg, das eine möglichst geringe Reisezeit zwischen Hamburg und Rostock fordert. Darüber hinaus wurden entlang der Strecke Hamburg Berlin zwar Milliardensummen investiert - die für eine optimale Vertaktung in Büchen erforderlichen Bahnsteige an den Durchfahrgleisen der ICE wurden jedoch aus Kostengründen nicht errichtet: Es stehen lediglich 2 statt der erforderlichen vier Bahnsteigkanten zur Verfügung. Obwohl der Bahnhof Büchen seit fast 20 Jahren seine frühere Bedeutung wieder gewonnen hat und dieses durch steigende Fahrgastzahlen (jährlich 750.000) eindrucksvoll bestätig wird, entspricht der bauliche Zustand immer noch dem eines Grenzbahnhofes in Zeiten des Kalten Krieges." Die Antwort der Bahn AG macht dreierlei klar: 1.) Der derzeitige bauliche Zustand ist den Fahrgästen nicht länger zuzumuten. Er soll durch einen Neubau mit Warteraum, WC-Anlagen und Personenaufzügen ersetzt werden. Bei der Finanzierung muss jetzt schnell gehandelt werden, um den unhaltbaren Zustand zu beenden. 2.) Die Landesregierung muss endlich erkennen, dass der Bahnhof Büchen als Kreuzung eine große Bedeutung für den Schienenverkehr im Süden Schleswig-Holsteins hat. Diese wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch steigen, wenn der Skandinavien-Verkehr über eine feste Beltquerung an Hamburg vorbei geleitet werden muss. 3.) Die Gesamtfahrzeit Hamburg-Rostock ist eine rein statistische Größe, weil Fahrgäste in der Regel lediglich Teilstrecken der Linie zurücklegen. Das Land Schleswig-Holstein muss seinem Nachbarn Mecklenburg davon überzeugen, dass eine optimale Vertaktung in Büchen Vorrang vor der Einzelfahrzeit bestimmter Linien hat und auch im Interesse von Westmecklenburg liegt. "Die Bahn-Politik des Landes muss den Netzgedanken stärker in den Vordergrund stellen, statt sich allein mit neuen ICE-Halten für die großen Städte zu schmücken. Eine optimale Vertaktung in Büchen brächte Nutzen für weite Regionen Schleswig-Holsteins und wäre eine späte Dividende der Wiedervereinigung."

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