Schleswig-Holstein

Dienstag, 11. Dezember 2007
Offener Brief zum Beitrag von Herrn Dirk Deinert im 'Markt' vom 5.12. 2007

Sehr geehrter Herr Deinert, jedem, der 1990 in Ratzeburg gelebt hat, war klar, dass Ratzeburg eine Lösung seiner Verkehrsprobleme braucht, die durch die Deutsche Einheit entstanden sind. Die Ratzeburger FDP hat sich damals intensiv mit der Lösung des Ratzeburger Verkehrsproblems befasst. Wir haben seit 1990, dokumentiert in unserer Zeitung "Standpunkte', die im gesamten Stadtgebiet verteilt wurde, genau die Lösung für eine Umgehung vorgeschlagen, die inzwischen die kommunalen Vertretungen von Ratzeburg, Mölln und Schmilau beschlossen haben. Ich freue mich, dass auch die Freien Wähler inzwischen von unserer Lösung überzeugt sind. Wir haben uns für die Große Umgehung über die Nordspange Mölln mit Umgehung von Schmilau eingesetzt, weil wir schon damals der Überzeugung waren, dass dies die einzige Lösung ist, die eine Realisierungschance besitzt. Der Zeitablauf hat uns Recht gegeben. Doch diese Erkenntnis hilft niemandem. Jetzt müssen wir gemeinsam auf allen Ebenen für diese Lösung kämpfen. Ehrenamtliche Politiker unabhängig davon, ob sie sich in ihrer Gemeinde, in ihrer Stadt oder in den Kreisgremien engagieren, leisten eine wichtige Arbeit für unser Gemeinwesen. Das gilt genauso für die Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich dafür entschieden haben, sich in der Kirche, im Sportverein, in der Feuerwehr, in den Wohlfahrtsverbänden oder in Kulturverbänden zu engagieren. Ich finde, Polemik ist völlig unangebracht gegenüber Menschen, die sich in unserer Gesellschaft engagieren, praktisch tätig sind, z. B. auf den Adventsmärkten, ihre Ideen einbringen oder Konzepte für die Zukunft unserer Stadt entwickeln. Ich bin überzeugt, alle Ratzeburger Stadtverordneten wollen gute Kommunalpolitik machen. Sie stellen heraus, dass Sie als Freie Wählergemeinschaft unabhängig sein wollen. Aber die Frage ist doch - unabhängig wovon? Sie wollen, so verstehe ich Ihren Beitrag im Markt, keine Verantwortung tragen für Entscheidungen, die im Bundestag in Berlin oder im Landtag in Kiel gefällt werden. Ist das wirkliche eine moralische Qualität, ein Wert an sich? Herr Thomas Kuehn, unser Ratzeburger Ortsvorsitzender der FDP, beschränkt seine ehrenamtliche politische Arbeit gerade nicht auf spezifische Ratzeburger Probleme, sondern guckt über den Tellerrand. Die Ratzeburger FDP hat unter seiner Führung intensiv gegen die Pläne einer Kreisgebietsreform in Kiel gekämpft, die für Ratzeburg den Verlust der Funktion als Kreisstadt bedeutet hätte. Zusammen mit unserer Landtagsfraktion in Kiel und den Dithmarschern waren wir erfolgreich. Unsere Stadt Ratzeburg braucht engagierte Fürsprecher nicht nur in Ratzeburg sondern auch in Kiel und in Berlin, gerade wenn wir die große Umgehung verwirklichen wollen. Mit freundlichen Grüßen

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