Ernährung

Dienstag, 30. Oktober 2007
Happach-Kasan: Bisherige EU-Ergebnisse zur Pflanzenschutzrichtlinie nicht akzeptabel

Das Europaparlament hat in einer ersten Lesung über die Pflanzenschutzrichtlinie und die Pflanzenschutz-Verordnung beraten. Nach dem jetzigen Stand der Beratung sollen etwa 90% der Wirkstoffe verboten werden. Dieses Verbot zahlreicher Wirkstoffe schießt jedoch über das Ziel eines verantwortlichen Gebrauchs von Pflanzenschutzmitteln hinaus. Eine Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln liegt im Interesse des Natur- und Verbraucherschutzes wie auch der Landwirte, die über die Einsparung von Pflanzenschutzmitteln Kosten sparen. Es kann jedoch nicht völlig auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden. Es ist leider nicht gelungen, eine weitere Harmonisierung der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln auf europäischer Ebene zu erreichen. Damit werden wir weiterhin damit leben müssen, dass Pflanzenschutzmittel, die bei uns verboten sind, über den Import von Lebensmitteln bei uns auf der Ladentheke landen. Das ist unbefriedigend. Die Behinderung der Forschung verhindert, dass Unternehmen in die Entwicklung besserer Pflanzenschutzmittel investieren. Auch das ist eine Fehlentscheidung. Nach den Ergebnissen des Lebensmittelmonitorings 2006 wurden bei den Untersuchungen von Blatt-, Frucht-, Spross- und Wurzelgemüsen lediglich bei 7% der Proben Überschreitungen der gesetzlichen Höchstmengen von Pflanzenschutzmittelrückständen gefunden. Das heißt über 90% entsprachen den gesetzlichen Vorgaben. Die Bundesregierung ist aufgefordert, sich bei den Verhandlungen in Brüssel für eine qualitative Verbesserung der Richtlinie einzusetzen. Das bis jetzt erzielte Ergebnis ist nicht akzeptabel.

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