NaWaRo / Wald

Donnerstag, 8. November 2007
Happach-Kasan: Bundesregierung trägt mit ihrer verfehlten Politik zur Urwaldzerstörung bei

Anlässlich der Kritik von Greenpeace an der Zerstörung von Regenwäldern erklärt die Agrarexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan: Die Bundesregierung trägt mit ihrer verfehlten Politik zur Urwaldzerstörung bei. Denn mit der Erhöhung der Beimischungsquote für Biokraftstoffe in Deutschland wird die Zerstörung von Regenwäldern weiter forciert. Bereits heute hat der von der Bundesregierung eingeführte Beimischungszwang für biogene Kraftstoffe dazu geführt, dass die Biodiesel-Beimischungen zu über 60% durch Importe gedeckt werden. Um diese Fehlentwicklung zu stoppen, muss der Beimischungszwang wieder abgeschafft werden und durch eine Steuerbefreiung für Rein-Biokraftstoffe bis 2009 abgelöst werden. Danach ist eine proportionale Steuer auf Biokraftstoffe einzuführen. Gegenwärtig importiert die EU 4,9 Millionen Tonnen Palmöl, davon 3,8 Mio. Tonnen für Lebensmittel- und Kosmetikzwecke, 830.000 Tonnen für die Nutzung in Blockheizkraftwerken und 270.000 Tonnen für Biokraftstoffe. Mit Einführung des Beimischungszwangs und Beendigung der Steuerbefreiung wurde nachhaltig erzeugter Biodiesel vom Markt verdrängt. Der Prozess wird sich bei Einführung der nächsten Steuerstufe im Januar weiter fortsetzen. Eine wirksame Zertifizierung einer nachhaltigen Palmölproduktion ist nicht in Sicht.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema