Grüne Gentechnik

Mittwoch, 7. November 2007
Leserbrief zum Beitrag 'Risiken der Gentechnik' in der OTZ vom 3. November

Die Aussage in dem Bericht, dass gentechnisch veränderter Mais der Sorte MON810 seit 2005 in Lebensmitteln verboten sei, trifft nicht zu. MON810 wurde am 22. April 1998 in der EU als Lebens- und Futtermittel und für den Anbau für zehn Jahre zugelassen. Inzwischen hat der Hersteller einen Antrag auf erneute Zulassung eingereicht. Von einem Verbot seit 2005 kann deshalb keine Rede sein. Aus der ersten 1998 zugelassenen Sorte wurden in der EU 54 MON810-Sorten entwickelt und zugelassen, davon 6 in Deutschland. In der EU wird in diesem Jahr MON810 auf 110 000 Hektar angebaut, in den USA auf 4 Millionen Hektar. Gentechnisch veränderte Pflanzensorten werden sehr sorgfältig geprüft. Daher sind erwartungsgemäß in den vergangenen neun Jahren des Anbaus von MON810 keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen registriert worden. Wenn der Maiszünsler, die Schmetterlingsart, gegen die MON810 resistent ist, mit chemischen Pflanzenschutzmitteln bekämpft wird, wird die Natur stärker beeinträchtigt als beim Anbau von MON810-Mais. Die Befürchtungen der Imker, die Qualität ihres Honigs werde durch Polleneintrag von gentechnisch verändertem Mais beeinträchtigt, sind unbegründet.

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