Grüne Gentechnik

Montag, 15. Oktober 2007
HAPPACH-KASAN: Biotechnologie ist ein Instrument zur Bekämpfung von Armut und Hunger in den Entwicklungsländern

Anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober erklärt die Sprecherin für ländliche Räume der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: In ihrem Antrag "Biotechnologische Innovationen im Interesse von Verbrauchern und Landwirten weltweit nutzen - Biotechnologie ein Instrument zur Bekämpfung von Armut und Hunger in den Entwicklungsländern" fordert die FDP einen verstärkten Einsatz biotechnologischer Züchtungsmethoden, um den Hunger auf der Welt zu mindern. Die Industrieländer sollten ihre Anstrengungen bei der Züchtung salz- und trockenheitsresistenter Sorten verstärken, um damit den Menschen in den ärmsten Ländern zu helfen, Armut und Hunger zu überwinden. Es müssen überzogene Regulatorien abgebaut werden, die verhindern, dass der Züchtungsfortschritt von den Menschen genutzt werden kann. Ein Beispiel hierfür ist der Goldene Reis, der mit Vitamin A angereichert ist. Die Tatsache, dass dieser noch immer nicht angebaut werden kann, ist ein Beispiel dafür, dass bestimmte Regulatorien niemanden schützen, sondern im Gegenteil verhindern, dass die Menschen in den ärmsten Ländern durch Anbau des Goldenen Reis Leben und Gesundheit bewahren können. Der Tag der Welternährung wird seit der Gründung der FAO (Food and Agriculture Organisation) im Jahr 1945 am 16. Oktober begangen. 1945 litt etwa die Hälfte der Weltbevölkerung unter Hunger, heute sind es etwa 17 Prozent. Die Grüne Revolution hat an dieser Verringerung einen bedeutenden Anteil. Für einige Kulturpflanzenarten konnte der Ernteertrag verdreifacht werden. Der Agrarwissenschaftler Norman Ernest Borlaug erhielt für seine Verdienste um die Züchtung ertragreicher Sorten 1970 den Friedensnobelpreis. Das Motto der FAO für den Welternährungstag 2006: "Investiert in die Landwirtschaft für die Ernährungssicherung - Die ganze Welt wird davon profitieren" ist richtig und muss umgesetzt werden. Noch immer hungern über 850 Millionen Menschen auf der Erde. Die meisten hungernden Menschen leben auf dem Land, bewirtschaften kleine Betriebe mit teilweise schlechten Böden unter ungünstigen klimatischen Bedingungen. Insbesondere die Lage im südlichen Afrika ist dramatisch. Den Menschen dort könnten gentechnisch verbesserte Sorten helfen. Die Industrieländer sind aufgefordert, ihr Wissen und ihre Kompetenz in den Dienst der Überwindung von Armut und Hunger in den Ländern der Dritten Welt zu stellen.

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