Grüne Gentechnik

Mittwoch, 26. September 2007
Zulassung von drei neuen Genmais-Sorten

Zum Patt in der Agrarministerkonferenz bei der Abstimmung über die Zulassung von drei gentechnisch veränderten Maissorten erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan: Es ist gut, dass der Weg frei ist für die Zulassung dieser Sorten für den Import und ihre Verfütterung. Aber es ist ein Trauerspiel, dass die Minister trotz der positiven Bewertung der Sorten durch die EFSA (European Food Safety Authority) sich dafür entscheiden, entsprechend der gentechnikfeindlichen Stimmung in ihren Ländern abzustimmen, statt entsprechend der fachlichen Bewertung durch die eigene Behörde. Dadurch wird das EU-Zulassungsverfahren zu einem Akt der Willkür. Für die Tierhaltung in Europa ist der Import von Futtermitteln zwingend erforderlich. Dies gilt unabhängig von der Zunahme der energetischen Verwertung von Mais und einer regional bestehenden Konkurrenz zwischen der Verwertung von Mais als Futtermittel oder als Energiegetreide. Angesichts des weltweit zunehmenden Anbaus neuer Sorten, die bei uns noch nicht zugelassen sind, müssen verstärkte Anstrengungen unternommen werden, die Zulassungsverfahren in der EU zu beschleunigen. Gleichzeitig muss eine Toleranzschwelle für geringfügige Beimengungen von geprüften aber in der EU noch nicht zugelassenen Sorten eingeführt werden. Die bestehende Nulltoleranz führt zu einer Verteuerung der Futtermittel, der kein Qualitätsgewinn gegenübersteht.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema