Grüne Gentechnik

Samstag, 4. August 2007
Bienensterben in den USA noch nicht aufgeklärt

Bienen sammeln Pollen. Daher ist der Nachweis, dass Bt-Mais, eine insektenresistente Maissorte, unter den Bedingungen des Freilandanbaus für Bienen verträglich ist, eine sehr wichtige Voraussetzung für die Zulassung von Bt-Maissorten. Im Rahmen des Verbundprojekts "Sicherheitsforschung und Monitoring-Methoden zum Anbau von Bt-Mais", das in den Jahren 2001 bis 2005 durchgeführt wurde, wurde von der Universität Jena ein Teilprojekt "Auswirkungen von Bt-Maispollen auf die Honigbiene - Methodenentwicklung zu Wirkungsprüfung und Monitoring" durchgeführt und in 2004 abgeschlossen. Im Fazit heißt es "Generell kann aufgrund der Ergebnisse der Halbfreiland- und Freilandversuche eine chronisch toxische Wirkung von Bt-Mais der Sorten NovBt176 und Mon810 auf gesunde Honigbienenvölker nicht nachgewiesen werden." Das Thema Bienensterben in den USA ist von fast allen überregionalen Zeitungen aufgegriffen worden. In der ZEIT Nr. 22 hat dazu Hans Schuh einen sehr lesenswerten und informativen Bericht geschrieben. Weder die amerikanischen Bienenforscher noch die deutschen Bienenforscher sehen im Anbau von Bt-Mais eine Ursache für das Bienensterben. - Das Bienensterben wurde in den USA in Staaten beobachtet, in denen Bt.Mais angebaut wird und in gleichem Umfang in Staaten, in denen kein Bt-Mais angebaut wird. - Mais blüht etwa 2 Wochen lang, ist also grundsätzlich als Nahrungsquelle für Bienen nur von untergeordneter Bedeutung. Mais wird von den Bienen nicht besonders gern angeflogen. Imker stellen ihre Bienenkästen häufig an den Rand von Rapsfeldern, aber nie an den Rand von Maisfeldern. Die bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft hat 2004 auf 10 Flächen einen Erprobungsanbau mit Bt-Mais durchgeführt und dabei insbesondere an den drei staatlichen Standorten in Schwarzenau, Grub und Baumannshof auch den Eintrag von Pollen in den Honig überprüft. Dabei ergab sich: 1. Im Honig selbst ist Maispollen-DNA allenfalls in Spuren nachweisbar. Die ermittelten Werte liegen häufig an der Nachweisgrenze. In einigen Fällen war auch Pollen von Bt-Mais zu identifizieren. Die DNA-Mengen waren jedoch zu gering, um eindeutige Werte bestimmen zu können. 2. Ein möglicher Eintrag von GVO-Pollen lässt sich fast vollständig reduzieren, wenn die Bienenvölker nicht in unmittelbarer Nähe der Maisfelder stehen. 3. Maispollen ist für die Bienen selbst in unmittelbarer Nähe kaum noch attraktiv, wenn die Völker bereits vor Beginn der Maisblüte aufgestellt werden. Die Bienen haben sich bereits andere Trachtquellen gesucht und fliegen die blühenden Bt-Maisfelder nicht mehr an. (www.transgen.de) - Die vereinzelt geäußerte Vermutung, dass Fructose hergestellt aus Bt-Mais den Wirkstoff des Bt-Maises enthält, trifft nicht zu. Mit der enzymatischen Stärkeverzuckerung wird in großem Umfang Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose) hergestellt. Der "High Fructose Corn Sirup" ist das wichtigste Produkt der amerikanischen Maisstärkeindustrie. Er ist völlig frei von dem Bt-Wirkstoff. Es ist nicht einmal möglich, nachzuweisen, ob ein solcher Sirup aus Bt-Mais hergestellt wurde oder nicht. (www.transgen.de)

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