Grüne Gentechnik

Freitag, 20. Juli 2007
Happach-Kasan: Feldzerstörungen sind kriminelle Handlungen - Gewalt und Sachbeschädigung nicht hinnehmbar

In Berlin lud die Arbeitsgemeinschaft Innovative Landwirte im InnoPlanta e.V. (InnoPlanta AGIL) zu einer Pressekonferenz angesichts der angekündigten Feldzerstörungen am kommenden Wochenende. Neben Dr. Christel Happach-Kasan standen Dr. Claudia Döring (Deutscher Raiffeisenverband e.V.), Prof. Dr. Klaus-Dieter Jany, (Wissenschaftlerkreis Grüne Gentechnik), Dr. Christoph Herrlinger (BDP) und Dieter Dombrowski, MdL (CDU Brandenburg) den Journalisten Rede und Antwort. Christel Happach-Kasan: "Es gibt keine Rechtfertigung für die Zerstörung von Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Wer keinen Spargel mag, darf deshalb noch lange nicht Spargelfelder zerstören. 23 Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen wurden im Jahr 2006 zerstört. Die Mehrzahl der Zerstörungen richtete sich gegen Sortenversuche und Wertprüfungen, gegen Versuche der biologischen Sicherheit, gegen Koexistenzversuche. Die Schäden betragen mehrere Millionen Euro. Forschungsinvestitionen wurden entwertet, Wissensfortschritt verhindert, das Engagement junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die Leere geführt. Diese Situation ist unerträglich. Bt-Mais ist gegen das Schadinsekt Maiszünsler resistent. Sein Anbau ist naturverträglicher als die Bekämpfung des Maiszünslers mit chemischen Pflanzenschutzmitteln, er enthält weniger Mykotoxine als andere Sorten und ist daher gesünder. Es gibt in unserem Rechtsstaat keinen Freibrief für rechtswidriges Handeln. Im Grundgesetz ist der Schutz des Eigentums verankert. Die Zerstörung von Feldern ist eine gesetzeswidrige Handlung. Die FDP bedauert, dass trotz dieser eindeutigen Rechtslage nur wenige Verbände, nur wenige Politikerinnen und Politiker sich eindeutig und unmissverständlich von rechtswidrigen Zerstörungsaktivitäten distanzieren. Wer Transparenz beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen will, muss den Zerstörungen aktiv entgegentreten. Wir sollten uns einig sein, dass unser Rechtsstaat ein hohes Gut ist, das einer tagespolitischen Auseinandersetzung nicht geopfert werden darf. Im Juli vergangenen Jahres bin ich in Badingen in Brandenburg bei einer der 23 Zerstörungsaktionen dabei gewesen. Als Biologin war für mich besonders erschreckend das extrem geringe biologische Wissen der meisten Aktivisten. Die Zulassung neuer Pflanzensorten erfolgt durch die Fachbehörden, die deren Eignung genau prüfen. Pflanzensorten, die mit gentechnischen Methoden gezüchtet wurden, sind genauso sicher wie Pflanzensorten, die mit anderen Methoden gezüchtet wurden."

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