Grüne Gentechnik

Freitag, 20. Juli 2007
Happach-Kasan: Gentechniknovelle ist Pyrrhus-Sieg für Bundeskanzlerin Angel Merkel

Es ist ein Pyrrhus-Sieg für Bundeskanzlerin Angel Merkel, wenn Bundesminister Horst Seehofer jetzt tatsächlich einen abgestimmten Gesetzentwurf vorlegt, der erkennbar wichtige Anliegen von Wissenschaftlern, Unternehmen, Landwirten unberücksichtigt lässt. CDU/CSU-Positionen werden gebrochen und Wahlversprechen über Bord geworfen. Es wird keine Rechtssicherheit geschaffen. Es fehlt die eindeutige Festlegung, dass der Schwellenwert der Kennzeichnung auch der Schwellenwert der Haftung ist. Das Standortregister soll weiter öffentlich geführt werden, obwohl es missbraucht wird zur Veranstaltung von Events des Demonstrationstourismus und für kriminelle Zerstörungen von Feldern, Wertprüfungen, Forschungsversuchen. Die Forschungsinstitute müssen knappe Forschungsgelder für die Bewachung ihrer Freisetzungsversuche aufwenden. Die Festlegung des Feldabstands dient allein dem Ziel, den Anbau von Bt-Mais zu verhindern. Zur Organisation der Koexistenz reichen bei Anlage einer Mantelsaat 50 m aus. Ein großes Unternehmen des Landhandels hat erklärt, dass es für gentechnisch veränderten Futtermais denselben Preis bezahlt wie für anderen. Da importierter Futtermais häufig gentechnisch verändert ist, behindern die Abstandsregeln insbesondere deutsche Landwirte in den Befallsgebieten von Maiszünsler und Maiswurzelbohrer, Schaden 2006: 11 Millionen Euro. Seehofers Populismus, seine fehlende Fachlichkeit sind ein Zukunftsrisiko für Landwirte und Verbraucher in Deutschland.

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Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

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