Grüne Gentechnik

Dienstag, 17. Juli 2007
HAPPACH-KASAN: Amflora spart Wasser und Energie - Zulassung ist überfällig

Zur Zulassung der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel "Amflora' durch die EU-Kommission erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Die Stärkekartoffel Amflora spart Wasser und Energie bei der Papierherstellung. Dennoch gab es ein Hickhack bei ihrer Zulassung. Das ist unverständlich. Es zeigt, dass das Zulassungsverfahren der EU für gentechnisch veränderte Pflanzensorten völlig ungeeignet ist und die Bundesregierung mit der Entscheidungsfindung überfordert war. Regelungsausschuss und Ministerrat haben die Entscheidung aufgehalten, die EU-Kommission endlich die überfällige Zulassung erteilt. Das ist ein Armutszeugnis sowohl für den Regelungsausschuss wie auch für den Ministerrat. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hatte zwar im Plenum des Deutschen Bundestages die Stärkekartoffel gelobt, aber im Ministerrat die Vertagung der Entscheidung über die Zulassung beantragt. Widersprüchlicher geht es nicht. Entscheidend für die Zulassung einer neuen Sorte muss ihr landeskultureller Wert sein, verbesserte Eigenschaften gegenüber bisher zugelassenen Sorten, und die Sicherheit der neuen Sorten. Beides gilt für die Amflora, daher hätte sie bereits im Dezember letzten Jahres vom Regelungsausschuss der EU zugelassen werden müssen. Solange jedoch nicht die Sicherheit der zugelassenen Pflanzensorten und ihr landeskultureller Wert entscheidend sind für die Zulassung neuer Sorten sondern die Befindlichkeit von Ministern und Regierungen herrscht Willkür in Europa. Kein Pflanzenzuchtunternehmen kann sich auf eine nachvollziehbare Entscheidungsfindung verlassen. Dies ist völlig unbefriedigend. Die Erweiterung der Zulassung auf die Nutzung als Futtermittel ist im Sinne der Nachhaltigkeit wichtig. Der Antibiotika-Marker wird als sicher bewertet. Dass jemand die Kartoffeln verzehrt, ist extrem unwahrscheinlich: Stärkekartoffeln schmecken nicht.

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