Grüne Gentechnik | Reden

Freitag, 18. Februar 2005
Rede im Bundestag zum Entwurf eines Zweiten Gesetzes zum Gentechnikrecht

(Es gilt das gesprochene Wort!)



Anrede,



Die FDP lehnt den vorliegenden Entwurf des zweiten Gentechnikdurchführungsgesetzes ab. Wir werden uns im Vermittlungsausschuss für eine grundlegende Änderung dieses Gesetzes wie auch des ersten Gentechnikgesetzes einsetzen. Das Wahlergebnis in Schleswig-Holstein am kommenden Sonntag wird unsere Möglichkeiten vergrößern.



Wir wollen, dass gentechnische Forschung in Deutschland weiterhin möglich ist. Wir wollen, dass Professor Jung von der CAU in Kiel nicht der einzige Leibniz-Preisträger im Bereich der Biotechnologie bleibt, und wir wollen dass die Wertschöpfung aus seinen Ergebnissen auch in Deutschland erfolgen kann.



Wir wollen, dass die Landwirte in Deutschland die Möglichkeit erhalten, transgene Sorten zu nutzen, um damit am Züchtungsfortschritt teilzuhaben. Ob sich diese Sorten durchsetzen, soll ihre Qualität entscheiden, nicht eine rot-grüne Regierung.



Die Züchtungsmethode Grüne Gentechnik ist politisch noch immer heiß umstritten; in der Bevölkerung nimmt jedoch die Polarisierung ab. Anders ist nicht zu erklären, dass die Bürgerinitiative gentechnikfreies Schleswig-Holstein es nicht geschafft hat, die erforderlichen 20 000 Stimmen einzusammeln. Anders ist auch nicht zu erklären, dass in diesem Jahr in Deutschland erstmalig auf 1000 Hektar Bt-Mais angebaut werden wird.

Das bedeutet auch, dass die gesamte politische Aufregung über dieses Thema im wesentlichen ihre Ursache in machtpolitischen Erwägungen hat.



Die Grünen können sich nicht leisten zuzugeben, dass ihr Paradethema, Kampf gegen die Züchtungsmethode Grüne Gentechnik, ihnen zwischen den Händen zerrinnt. Ihre vermeintlichen Argumente, die Sie immer wieder anführen, fallen wie ein Kartenhaus zusammen:

1. Ablehnung durch die Bevölkerung. Sie haben es aber nicht geschafft, in einem halben Jahr die für eine Volksinitiative erforderlichen 20 000 Unterschriften zusammenzubekommen.

2. Gesundheit. Selbst Verbraucherschutzministerin Renate Künast sieht keine Anhaltspunkte für Gefährdungen;

3. Ö

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema