Grüne Gentechnik

Dienstag, 19. Juni 2007
HAPPACH-KASAN: Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen wissenschaftlich nicht gerechtfertigt

Zur Forderung des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) und des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbunds (DBIB) nach einem sofortigen Anbaustopp für den Bt-Mais MON 810 erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Die Forderung nach einem Anbauverbot für Bt-Mais ist wissenschaftlich nicht gerechtfertigt. Die Bundesregierung hat erst im April erklärt, dass die von der EU zugelassenen gentechnisch veränderten Sorten sicher seien (Drucksache 16/5011). Daher wäre es ein Akt politischer Willkür, ihren Anbau zu verbieten. Die biologische Sicherheit der zugelassenen gentechnisch veränderten Sorten ist umfassend untersucht worden. Die Naturverträglichkeit des Bt-Mais-Anbaus ist bereits 2005 in der bayerischen Studie zum Monitoring von Bt-Mais überzeugend nachgewiesen worden. Der Anbau von Bt-Mais ist naturverträglicher als die Bekämpfung des Maiszünslers mit Mitteln des chemischen Pflanzenschutzes. Das Bienensterben in den USA ist besorgniserregend, aber gleichwohl keine Begründung für ein Anbauverbot von Bt-Mais. Als Gründe für das Bienensterben werden verschiedene Bienenkrankheiten, der Befall mit der Varroa-Milbe, die Behandlung der Bienenvölker mit Pestiziden und Antibiotika vermutet. Der so genannte Elektrosmog wie auch der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen scheiden als Ursache aus. Das Bienensterben wurde ebenfalls in Regionen ohne Mobilfunknetze und ohne Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen beobachtet. In Deutschland haben die Bienen den Winter sehr gut überstanden. Honig ist und bleibt ein hoch geschätztes Premiumprodukt ganz unabhängig davon, wie viele Landwirte sich für gentechnisch verbesserten Mais entscheiden, um auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zur Bekämpfung des Maiszünslers verzichten zu können.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema