Schleswig-Holstein

Samstag, 9. Juni 2007
CO2-Emissionen führen zur Versauerung der Meere, Kernenergie nahezu CO2-neutral -
Antwort auf den Leserbrief von Klaus Thormählen, Kreistagsabgeordneter der Grünen

Die Tatsache, dass der Strom aus Kernkraftwerken nahezu CO2 -frei erzeugt wird, ist für die Gegner dieser Technologie ein Ärgernis. Aber unabhängig von politischen Positionen sollte an der Wahrheit nicht herumgedoktert werden. Es gibt verschiedene Untersuchungen zur CO2-Bilanz verschiedener Energieträger. An der Universität Stuttgart wurde im Jahr 2000 vom Institut für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung zu diesem Thema ein Forschungsbericht erstellt: "Ganzheitliche Bilanzierung der Energie- und Stoffströme von Energieversorgungstechniken'. Es wurden alle beim Bau der Kraftwerke, der Produktion von Strom und der Nachsorge entstehenden Treibhausgasemissionen bilanziert. Dabei ergaben sich für CO2 -Äquivalente folgende Werte: Steinkohlekraftwerk: 951 g/kWh, Photovoltaikanlagen: 216 - 360 g/kWh, Windkraftanlagen: 33 - 64 g/kWh und Kernkraftwerke 18 g/kWh. Wenn man bedenkt, dass außerdem CO2 -Emissionen zur Versauerung der Meere beitragen, Muscheln und Korallenriffe durch Entkalkung gefährdet sind, empfinde ich es als besorgniserregend, dass jetzt auch als Folge der Entscheidung, in Deutschland auf die Nutzung der Kernenergie verzichten zu wollen, an mehreren Standorten Kohlekraftwerke geplant werden.

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