Schleswig-Holstein

Samstag, 9. Juni 2007
Happach-Kasan: Lübeck kann nur gemeinsam mit seinem Umland erfolgreich sein

"Eine Stadt wie Lübeck kann nur gemeinsam mit seinem Umland erfolgreich sein. So wie die Metropolregion Hamburg alle mit Hamburg benachbarten Kreise der Bundesländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen umfasst, so muss Lübeck als Oberzentrum gemeinsam mit seinem gesamten Umland eine gemeinsame Regionalentwicklung anstreben. Zum Lübecker Umland zählen neben den schleswig-holsteinischen Landkreisen auch der Kreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg/Vorpommern'. Zu dieser gemeinsamen Einschätzung kamen der Hauptgeschäftsführer der IHK Lübeck, Prof. Dr. Bernd Rohwer und die lauenburgische Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan (FDP) am Donnerstag bei einem Gespräch in Lübeck. Anlass des Gespräches waren kürzlich öffentlich gewordene strategische Überlegungen der Kammer zur Standortpolitik und zur Stärkung des Wirtschaftsraumes Lübeck. Die Einbeziehung des Nordwestens von Mecklenburg war vom Schleswig-Holsteinischen Wirtschaftsminister Dietrich Austermann scharf kritisiert worden. Nach Auffassung von Happach-Kasan verfolge Austermann einen Irrweg: "Nordwestmecklenburg ist historisches lübsches Hinterland und Teil der Region. In Zeiten der Globalisierung darf Wirtschaftspolitik nicht als Kirchturmspolitik betrieben werden. Austermann denke nicht global, sondern kleinteilig, wenn er sich von den Nachbarn in Mecklenburg abschotten wolle. Das zeigen auch die positiven Reaktionen der Wirtschaft auf die IHK-Pläne. Der Minister sollte die IHK auf ihrem Weg unterstützen, statt auf die Ländergrenzen zu pochen.' Rower bekräftigte noch einmal die Bedeutung der Kooperation und verwies auf verschiedene positive Beispiele u. a. in Nordrhein-Westfalen. Ländergrenzen dürfen wirtschaftliche Entwicklungen nicht behindern. Gemeinsam kritisieren Rohwer und Happach-Kasan die Unterfinanzierung des Bundesverkehrswegeplans. Rohwer schätzt, dass bis 2020 nur etwa ein Drittel der Projekte des vordringlichen Bedarfs umgesetzt sein werden. Davon sind verschiedene Projekte des südlichen Schleswig-Holsteins betroffen: Der weitere 6-spurige Ausbau der A 7, der Weiterbau der A20 zur A7, der Ausbau der A 21. Insgesamt ist der Norden weiterhin benachteiligt. Der Verkehr wächst schneller als erwartet, die Hinterlandanbindungen der Häfen, insbesondere des Lübecker Hafens werden für die zu erwartenden Verkehre nicht ausreichend sein. Die FDP hat in ihrem Ostseeantrag, den eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Happach-Kasan in Vorbereitung der im August in Berlin stattfindenden Ostseeparlamentarierkonferenz erarbeitet hat, unter anderem dies herausgestellt.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema