Grüne Gentechnik

Freitag, 8. Juni 2007
Happach-Kasan: Bundesamt für Naturschutz bei Grüner Gentechnik auf ideologischen Irrwegen

In einem aktuellen Schreiben fordert die FDP-Bundestagsabgeordnete Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf, die Position des Bundesamts für Naturschutz (BfN) und insbesondere ihres Leiters, Herrn Dr. Vogtmann, zur Grünen Gentechnik zu klären. In einem Zwischenruf zu einer Bundestagsrede Ende vergangenen Jahres hatte der Abgeordnete Ulrich Kelber (SPD) erklärt, das BfN halte Freisetzzungen von Bt-Mais für "unverantwortbar'. Daraufhin forderte Happach-Kasan mehrmals schriftlich eine Erklärung vom BfN, welches nur ausweichend antwortete. "Es ist nicht akzeptabel, dass der Leiter des Bundesamtes für Naturschutz der für dieses Fachgebiet zuständigen Abgeordneten einer Oppositionsfraktion die Antwort auf eine solch wichtige Frage verweigert", so Happach-Kasan. Gabriel selbst hatte schon im letzten Jahr in einer Debatte im Deutschen Bundestag gesagt, dass man bei der Grünen Gentechnik nicht nur die Risiken sondern auch die Chancen sehen müsse und dies am Beispiel der gentechnisch veränderten Kartoffel erläutert. Die High-Tech-Strategie der Bundesregierung setzt auf die Grüne Gentechnik. In Beantwortung der Kleinen Anfrage "Epigenetische Effekte in der Pflanzenzüchtung' (Drucksache 16/5011) hat die Bundesregierung festgestellt: "Die Bundesregierung ist der Auffassung, dass die Sicherheit der in der EU für den Anbau und den Import zugelassenen transgenen Sorten gegeben ist.' Vor diesem Hintergrund gewinnt Happach-Kasan den Eindruck, dass das Bundesamt für Naturschutz im Bereich Gentechnik eine eigene Politik betreibt. Dabei berücksichtigt die Behörde offenbar weder den Stand von Wissenschaft und Forschung, noch die Ziele und Bewertungen der Bundesregierung. Happach-Kasan: "Die deutschen Unternehmen investieren in die Grüne Gentechnik und müssen auf die Fachlichkeit der Behörden vertrauen können. Es ist die Verantwortung von Bundesminister Gabriel, dafür zu sorgen, dass auch das Bundesamt für Naturschutz dieser Verpflichtung nachkommt.

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