NaWaRo / Wald

Freitag, 8. Juni 2007
Happach-Kasan: Weiß Seehofer noch, wovon er redet?

Zu den aktuellen Äußerungen von Bundesminister Horst Seehofer zum nachhaltigen Anbau nachwachsender Rohstoffe erklärt die Agrarexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan: Offensichtlich ist der Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer durch seinen Wahlkampf für den CSU-Landesvorsitz so überlastet, dass ihm einfachste Kenntnisse der Agrarpolitik abhanden gekommen sind, wenn er sie denn je hatte. Seine Forderung nach speziellen Nachhaltigkeitsregeln für den Anbau nachwachsender Rohstoffe verkennt, dass beim Anbau von nachwachsenden Rohstoffen dieselben Regeln der guten fachlichen Praxis bestehen wie beim Anbau zur Futter- und Nahrungsmittelproduktion. Cross-Compliance-Bestimmungen, Düngeverordnung, Pflanzenschutzgesetz etc. bilden ein extrem dichtes Regelwerk, das seine Kollegen aus Frankreich, Dänemark, den Niederlanden vereinfachen und nicht verschärfen wollen. Völlig unverständlich ist seine Aussage, "die umweltgerechte Bewirtschaftung der Flächen' dürfe nicht "den Erzeugern selbst' überlassen werden, weil "die Betriebe nach den Marktregeln zunächst auf Maximierung der Markterträge schauten'. Will er die Landwirtschaft verstaatlichen? Da würde nicht einmal die SPD mitmachen. Mit welcher Berechtigung diskriminiert er einen ganzen Berufsstand, der in der Bevölkerung großes Ansehen genießt und seine Leistungsfähigkeit durch eine exzellente Nahrungsmittelproduktion tagtäglich unter Beweis stellt? Die Nahrungsmittelerzeugung ist in gleicher Weise den Marktgesetzen unterworfen wie die Produktion nachwachsender Rohstoffe, das gehört zum kleinen Einmaleins der Marktwirtschaft. Es ist offensichtlich: Der Minister will sich ein rot-grünes Gewand anziehen. Aus dem Schlammassel, den er selbst verursacht hat, kommt er so nicht heraus.

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