NaWaRo / Wald

Donnerstag, 19. April 2007
Holz - der wichtigste nachwachsende Rohstoff in Deutschland
(Gastbeitrag für 'BDF aktuell')

Deutschland ist ein Waldland. Waldspaziergänge gehören zu den beliebtesten sonntäglichen Unternehmungen. Die Menschen lieben ihre Wälder. Deshalb ist der Erhalt der Wälder, ihrer Biodiversität, ihre nachhaltige Nutzung eine besondere Verpflichtung bei politischen Entscheidungen. Der Orkan Kyrill hat finanzielle Schäden in Höhe von 3,9 Millionen Euro verursacht. Mit 32,2 Millionen Kubikmeter Holz ist etwa die Hälfte des Holzeinschlags vom Orkan teilweise halbhoch geknickt worden. Die Bundesländer sind sehr unterschiedlich betroffen, am stärksten hat der Orkan in Nordrhein-Westfalen gewütet, gefolgt von Thüringen, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Ich habe mir Schadbilder in Hessen angeschaut, die die zerstörerische Kraft des Orkans zeigten, erkennen ließen, mit wie vielen Gefahren die Aufarbeitung des Holzes verbunden ist. Mehrere tausend Waldbesitzer sind teilweise bis zu 100 Prozent geschädigt worden. Für diese Waldbesitzer ist es wichtig, steuerliche Erleichterungen zu erhalten, die von den Ländern zu gewähren sind. Die Bundesregierung hat auf meine Nachfrage berichtet, dass sie einen Tag vor Ablauf der Frist bei der EU einen Antrag auf Mittelzuweisung aus dem EU-Solidaritätsfonds gestellt hat. Das ist sehr spät, hoffentlich nicht zu spät. Dieses Handeln in letzter Minute lässt befürchten, dass die Bundesregierung die existenzielle Bedrohung der betroffenen Waldbesitzer nicht ernst genug nimmt. Jetzt ist es erforderlich, die große Holzmenge schnellstmöglich aufzuarbeiten, bürokratische Hindernisse bei der Genehmigung von Nasslagern zu überwinden, damit die Wurfflächen nicht zu Brutstätten des Borkenkäfers werden. Die Verkehrssicherheit im Wald muss wiederhergestellt werden, um die touristische Nutzung im Sommer nicht zu gefährden. Die Wiederaufforstung ist das nächste Problem. Für die Förderung ist es erforderlich, dass die EU möglichst bald die Gemeinschaftsaufgabe für die Förderung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) notifiziert, damit Mittel für die Aufforstungsprogramme und die Wiederherstellung der Wege zur Verfügung stehen. Auch hier macht die Bundesregierung ihre Hausaufgaben nur sehr zögerlich. Die FDP befürwortet das Leitbild des multifunktionalen Waldes: Holzproduktion, Natur-, Klima- und Wasserschutz, naturnahe Erholung. Wir meinen, dass eine erwerbsorientierte Bewirtschaftung der Wälder bei Berücksichtigung der verschiedenen Schutzfunktionen möglich ist. Die vielfach ungewöhnlich hohe Motivation der forstlichen Mitarbeiter und ihre gute Ausbildung sind zumeist besser als jedes ausgefeilte Regelwerk, das am Schreibtisch erdacht wurde. Holz ist der wichtigste nachwachsende Rohstoff in Deutschland. Holz ist ein hervorragender Werkstoff mit sehr interessanten Eigenschaften. Deshalb sollte die stoffliche Verwertung Vorrang haben vor der energetischen Verwertung. Die hohen Erdölpreise im Winter 2006 sowie die zunehmende Nutzung von Holz in der Zellstoffindustrie haben einen deutlichen Anstieg der Holzpreise bewirkt. Holz ist genug da, aber nicht mehr zu den extrem niedrigen Preisen vergangener Jahre. Dies ist im Interesse des Erhalts der Wälder, der Wertschätzung des Rohstoffs Holz eine gute Entwicklung. Da der Erlös aus dem Holzverkauf die wesentliche Finanzierung von Wäldern ist, externe Gutachten die Waldbewirtschaftung als überreguliert und hemmend bewerten, müssen nach Auffassung der FDP überzogene und bevormundende gesetzliche Reglementierungen abgebaut werden. Die Logistikkosten, das heißt die Kosten für Ernte und Transport, sind im Vergleich zu anderen Ländern hoch, die Einnahmen aus dem Holzverkauf dadurch für Waldbesitzer niedriger als beispielsweise in Ö

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